26.06.2018
Jenseits von Eden

Diakoniepräsident kritisiert steigende Armut in Bayern

Bayerns Diakoniepräsident Michael Bammessel hat eine Verschärfung der Armutslage im Freistaat kritisiert. Das Bundesland gelte zwar als wirtschaftlich prosperierend, für manche sei es gar das "Paradies". Dennoch lebten "viele Menschen jenseits von Eden", sagte der bayerische Diakoniepräsident am Montag in Ingolstadt beim Jahresempfang des dortigen Diakonischen Werkes.
Michael Bammessel
Michael Bammessel

Als Beispiel nannte Michael Bammessel Jugendliche, die obdachlos seien und bei Freunden unterkommen müssten. Laut Diakonie leben fast 800.000 Menschen in Bayern in Überschuldung: Rentnerinnen, deren Wohnungen zu teuer geworden seien, die aber keinen günstigeren Wohnraum fänden. Oder Familien mit Kindern, deren Eltern nur schlecht bezahlte Jobs hätten.

"Wir können uns nicht damit abfinden, dass im Schatten des wohlhabenden Bayern Menschen mit echter Armut zu kämpfen haben",

erklärte Bammessel. Die Hilfe für Arme gehöre "zur DNA der Christenheit".

Das Diakonische Werk Bayern ist mit seinen fast 3000 Sozialeinrichtungen und mehr als 91.000 Mitarbeitern der zweitgrößte Verband der freien Wohlfahrtspflege in Bayern.

 

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