Germanisches Nationalmuseum Nürnberg

Jeden Tag staunen und zuhören

Petra Seegets bei einer Führung in St. Sebald. Die Nürnberger Pfarrerin ist mit Leidenschaft Touristenseelsorgerin.
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Man nimmt’s ihr im ersten Moment nicht wirklich ab: "Ich entdecke jedes Mal etwas Neues in dieser Kirche", sagt Petra Seegets. Die Pfarrerin für Gäste- und Tourismusarbeit an der Nürnberger Sebalduskirche organisiert hier schon seit 2012 Führungen und bildet Gästeführer aus – und so jemand soll hier noch Überraschungen erleben? "Glauben Sie mir", versichert die Mediävistin. Für sie klappe sich die Kirche jedes Mal wie ein Buch auf, wenn sie eintritt. Und immer mehr Menschen wollen in diesem Buch lesen.

Luther im Germanischen Nationalmuseum

Plakatmotiv zur Ausstellung »Luther, Kolumbus und die Folgen« im Germanischen Nationalmuseum.
Die Entdeckung eines neuen Erdteils, die Reformation Luthers und das Weltbild von Kopernikus fielen in die gleiche Zeit. Auf dieser Erkenntnis fußt die Sonderausstellung "Luther, Kolumbus und die Folgen" vom 13. Juli bis 12. November 2017 des Germanischen Nationalmuseums (GNM) in Nürnberg zum Reformationsjubiläum 2017. Die Ausstellung soll zeigen, wie das neue religiöse Weltbild und die neue Geografie die Gesellschaft damals veränderten.

Installation auf dem Kornmarkt

Museumsleiter Ulrich Großmann, Konzeptionskünstler Ottmar Hörl sowie Staatsminister und Schirmherr Markus Söder mit drei Prototypen der Gold-Madonnen und dem Original.
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Wenn Konzeptkünstler Ottmar Hörl vom 1. bis 17. September 2017 den Kornmarkt beim Germanischen Nationalmuseum (GNM) mit der Installation von rund 600 goldenen Miniatur-Abbildern der Nürnberger Madonna für zwei Wochen in einen temporären Kunst-Schauplatz verwandelt, dann ist das eine künstlerische Auseinandersetzung mit weitaus mehr Tiefgang als einer reinen seriellen Massenschau.

Germanisches Nationalmuseum

 Restauratorin Katrin Müller
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Es ist ein bisschen mehr als der viel zitierte "Zahn der Zeit", der an den sieben Nürnberger Kreuzwegstationen von Adam Kraft aus der Zeit um 1500 genagt hat. Da waren Ruß, Schwermetalle, Kriege und nicht zuletzt Kunstmaler, die im 19. Jahrhundert die Reliefs eher verschlimmbessert haben. Und wenn Steinrestauratorin Katrin Müller heute mit dem Laser im Germanischen Nationalmuseum (GNM) Hand anlegt, dann bleiben ihr oft Staunen und Kopfschütteln.