Ökumene
Der Sonntagsblatt-Newsticker zur bundesweiten ökumenischen "Woche für das Leben". Wir berichten bis zum 24. April über die Veranstaltungen unter dem Motto "Leben im Sterben".
Wir streamen den Gottesdienst aus der Kapelle St. Nikolaus auf der Wülzburg, oberhalb von Weißenburg. Der Gottesdienst mit der Regionalbischöfin des evangelischen Kirchenkreises Nürnberg, Elisabeth Hann von Weyhern, und dem Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke live auf Sonntagsblatt.de

Diese Veranstaltungen stehen noch an 

Donnerstag, 22. April: Die "Woche für das Leben" ist in vollem Gange und bayernweit haben bereits einige Veranstaltungen stattgefunden. Hier ein Überblick, was bis zum Ende der Aktionswoche am 24. April noch ansteht: 

Eichstätt, 24. April, 9 bis 17 Uhr: Zu einer Tagung rund um das Thema "Kultursensible Sterbe- und Trauerbegleitung" laden die Diözese Eichstätt und der Malteser Hilfsdienst ein. Auf dem Programm stehen wissenschaftliche Vorträge, Diskussionsrunden und Workshops. Mehr dazu hier.

München/Freising, 17. bis 24. April: Videoinstallation mit künstlerisch gestalteter Andacht in der Münchner Pfarrkirche St. Paul im Bahnhofsviertel. Dort wird das insgesamt sechs Stunden umfassende Videoprojekt "An der Schwelle" der Künstler Karin Soika und Christophe Schneider gezeigt. Zu Wort kommen Haupt- und Ehrenamtliche aus der Hospiz- und Palliativarbeit, die in 21 Interviews sehr persönliche Einblicke in ihr Tun gewähren. Unter www.erzbistum-muenchen.de/woche-fuer-das-leben sind der unten stehende Trailer zu der Filmarbeit sowie die Videos der Einzelinterviews abrufbar.

Regensburg, 24. April, 10-18 Uhr: Tanzdialog mit Trauernden des Evangelisches Bildungswerk Regensburg e.V.. Link zur Anmeldung. Hinweis: Für dieses Angebot wird ein Unkostenbeitrag von 72 Euro erhoben, ermäßigt: 60 Euro.

Offizielle Eröffnung der ökumenischen Aktionswoche "Woche für das Leben"

Sonntag, 18. April, 10.36 Uhr: Kirchenvertreter und Mediziner haben sich bei der Eröffnung der bundesweiten "Woche für das Leben" für eine menschenwürdige Sterbebegleitung und gegen den assistierten Suizid ausgesprochen. Zur Eröffnung der ökumenischen Aktionswoche am Samstag in Augsburg wandten sie sich gegen eine mögliche Legalisierung des assistierten Suizids - also der Beihilfe zur Selbsttötung.

So warnte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, beim Eröffnungsgottesdienst vor den Folgen des Bundesverfassungsgerichts-Urteils zum assistierten Suizid. Er sehe es mit großer Sorge, dass nach dem Urteil nun ein neues Gesetz nötig sei, sagte Bätzing. Die Verfassungsrichter hatten im vergangenen Jahr das Verbot zum assistierten Suizid gekippt. "Für mich ist hier die Gefahr eines Dammbruchs gegeben, wenn eine Legalisierung der Beihilfe zur Selbsttötung möglich wird", sagte der katholische Bischof. Er befürchte, dass der Druck auf alte und kranke Menschen, dem Leben selbst ein Ende zu setzen, wachsen werde.

Bätzing feierte die Eröffnung im Augsburger Dom gemeinsam mit dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und bayerischen Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Die "Woche für das Leben" wird von evangelischer und katholischer Kirche gemeinsam organisiert. Unter dem Motto "Leben im Sterben" widmet sie sich in diesem Jahr der Begleitung Schwerstkranker und Sterbender sowie den Möglichkeiten der Hospiz- und Palliativversorgung.

Den Kirchen sei es wichtig, "die palliative Begleitung am Lebensende verstärkt in den Fokus zu rücken", sagte Bedford-Strohm in dem Gottesdienst. Über 100.000 Ehrenamtliche engagierten sich in der Hospizbegleitung. "Leben im Sterben" sei daher ein Thema, das in die Mitte der Gesellschaft gehöre: "Die Sorge um Schwerkranke und Sterbende geht uns alle an."

Bätzing und Bedford-Strohm hatten bereits im Vorfeld der Woche betont, dass die Kirchen einen Ausbau der palliativen und hospizlichen Begleitung sowie eine "umfassende Kultur des Lebens in unserer Gesellschaft" fördern wollen. Gerade die Corona-Pandemie zeige, wie wichtig die Begleitung verletzlicher Menschen sei.

Das begleitete Sterben an der Hand der Familie und eines Arztes seien "ein würdiger Abschluss des Lebens", betonte auch der Chef des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery. "Nicht Hilfe zum Sterben, sondern Hilfe beim Sterben ist unsere Verpflichtung", sagte Montgomery bei einer Podiumsdiskussion zur Eröffnung, die wegen der Pandemie im Internet übertragen wurde. Es gehöre "nicht zu unseren Aufgaben, ärztliche Sterbehilfe durch die Hintertür des ärztlich assistierten Suizids zu leisten", so Montgomery laut Mitteilung der EKD.

Die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, Claudia Bausewein, hob in der Podiumsdiskussion die positive Entwicklung der Hospiz- und Palliativversorgung hervor. Dennoch bedürfe es "weiterer Anstrengungen, dass alle Menschen, die Unterstützung am Lebensende brauchen, diese auch erhalten".

Live-Gottesdienst auf Sonntagsblatt.de

Samstag, 17. April, 15 Uhr: Das Sonntagsblatt streamt ab 15 Uhr aus der Kapelle St. Nikolaus auf der Wülzburg, oberhalb von Weißenburg. Der Gottesdienst mit der Regionalbischöfin des evangelischen Kirchenkreises Nürnberg, Elisabeth Hann von Weyhern, und dem Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke wird live übertragen.

Start der "Woche für das Leben" in Bayreuth

Samstag, 17. April: Die Bayreuther Regionalbischöfin Dorothea Greiner und der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick haben am Freitag gemeinsam die "Woche für das Leben" eröffnet. Das Motto der diesjährigen bundesweiten Aktion, "Leben im Sterben", nahm Greiner zum Anlass, um im Eröffnungsgottesdienst in Bamberg auch auf ihre persönlichen Erlebnisse mit Corona einzugehen. Laut Manuskript war Greiner im engsten Familienkreis von der Corona-Pandemie betroffen: Ihr Schwiegervater starb an den Folgen einer Corona-Infektion.

Trotz aller Beschränkungen sei eine Aussegnung am Bett möglich gewesen, "gewiss mit Handschuhen, aber immerhin", sagte Greiner. Dies sei aber nicht immer der Fall gewesen, zu viele Menschen seien alleine gestorben "und dies, obwohl die Regierung ausdrücklich betont hatte, dass Sterbebegleitung möglich sein soll". Für die Bayreuther Regionalbischöfin haben die Beschränkungen dazu geführt, "dass geistliche und soziale Grundbedürfnisse unnötig zu kurz kamen."

In ihrer Predigt betonte Greiner, dass Menschen auch in Zukunft erkranken werden, nicht nur an Covid. Wichtig sei, für diese Menschen da zu sein und ihnen zu helfen, "das kann ein Schluck Wasser sein, ein letztes Gespräch mit dem eigenen Kind oder die Botschaft von Jesu Liebe und ein Kreuz auf der Stirn".

In der "Woche für das Leben" sollen heuer die vielfältigen Begleitungsangebote der Hospiz- und Palliativversorgung der Kirchen für Sterbende und deren Angehörige in der Öffentlichkeit stärker bekannt gemacht werden. Die bundesweite Eröffnung der "Woche für das Leben" findet am Samstag in Augburg mit dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, sowie dem EKD-Ratsvorsitzenden und Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm statt.

Die "Woche für das Leben" wird seit mehr als 20 Jahren von der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland gemeinsam veranstaltet. Sie lenkt die Aufmerksamkeit auf die Würde des Menschen und nimmt vor allem die Schutzwürdigkeit und Schutzbedürftigkeit des menschlichen Lebens in allen Phasen in den Blick.

Startschuss für Woche für das Leben

Freitag, 15. April 2020:  Der Startschuss für die bundesweite ökumenische "Woche für das Leben" fällt in diesem Jahr in Augsburg. Der Eröffnungsgottesdienst findet am 17. April um 10.30 im Augsburger Dom statt, wie die bayerische Landeskirche, die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die katholische Deutsche Bischofskonferenz (DBK) mitteilten.

Gefeiert wird er vom bayerischen Landesbischof und EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm, dem DBK-Vorsitzenden Georg Bätzing sowie den Augsburger Kirchenvertretern Regionalbischof Axel Piper (evangelisch) und Bischof Bertram Meier (katholisch). Der Gottesdienst wird live im Internet übertragen.

Links zum mitschauen und informieren

Infos zur Woche für das Leben

- Internetseite Woche für das Leben: www.woche-fuer-das-leben.de

- Internetseite des Bistums Augsburg: www.bistum-augsburg.de

 

Ökumenische Woche für das Leben - Motto: "Leben im Sterben"

Im Mittelpunkt der Aktionswoche steht in diesem Jahr die Sorge um schwer kranke und sterbende Menschen. Unter dem Motto "Leben im Sterben" widme sich die Woche bis zum 24. April den seelsorglichen, medizinischen und ethischen Aspekten einer menschenwürdigen Sterbebegleitung, teilten EKD und DBK weiter mit.

Die Aufklärung über die vielfältigen Möglichkeiten der Hospiz- und Palliativversorgung nehme angesichts der Debatte um den assistierten Suizid einen besonderen Stellenwert ein. Auch die Corona-Pandemie mache bewusst, wie unerlässlich die Begleitung verletzlicher Menschen sei.

Im Anschluss an den Eröffnungsgottesdienst soll es um 12 Uhr eine Video-Konferenz zum Thema "Leben im Sterben - und wie?! Perspektiven im Gespräch" geben. Teilnehmen sollen der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU), die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, Claudia Bausewein (TU München), der Vorstandsvorsitzende des Weltärztebundes, Ulrich Montgomery, Weihbischof Anton Losinger sowie der Professor für Praktische Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster, Traugott Roser.

Eröffnungsveranstaltungen in Bayern

In Bayern findet zudem am Freitag ein ökumenischer Eröffnungsgottesdienst mit Regionalbischöfin Dr. Greiner und Erzbischof Dr. Ludwig Schick in der Kirche St. Urban in Bamberg statt.

Die Eröffnung der "Woche für das Leben" im Bistum Eichstätt findet am Samstag, 17. April, um 15 Uhr in der Kapelle St. Nikolaus auf der Wülzburg, oberhalb von Weißenburg statt. Der ökumenische Gottesdienst mit der Bischöfin des evangelischen Kirchenkreises Nürnberg, Elisabeth Hann von Weyhern, und dem Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke wird live im Internet übertragen.

Programm "Woche für das Leben" -   Veranstaltungen in Bayern

Augsburg:

  • 17. April, 13-17 Uhr: In Augsburg findet im Augustanasaal eine Fachtagung zum Thema "Der moderne Tod. Assistierter Suizid als 'gute' Tat?" statt, die live übertragen wird. Den Link zum Livestream erhalten Sie nach erfolgter Anmeldung. Die virtuelle Teilnahme ist kostenfrei. Weitere Informationen auch zur Anmeldung finden Sie hier im Netz oder telefonisch unter 030/64494039. 

Eichstätt

  • 19. April, ab 19 Uhr: Bei einer Online-Talkrunde mit Referentinnen und Referenten aus dem Raum Ingolstadt werden verschiedene Themen aufgegriffen wie Hospizarbeit, Palliativversorgung, Sterbekultur oder Haltung zum assistierten Suizid. Mit der Talkrunde sollen verschiedenen Aspekte angesprochen werden, wie ein würdevolles Sterben in heutiger Zeit möglich ist. Eine Anmeldung zu der Gesprächsrunde ist nicht notwendig, der Zugang erfolgt über den Meeting-Link. Alle Informationen finden Sie hier.
  • 24. April, 9 bis 17 Uhr: Zu einer Tagung rund um das Thema "Kultursensible Sterbe- und Trauerbegleitung" laden die Diözese Eichstätt und der Malteser Hilfsdienst ein. Auf dem Programm stehen wissenschaftliche Vorträge, Diskussionsrunden und Workshops. Mehr dazu hier.

München/Freising

  • 17. bis 24. April: Videoinstallation mit künstlerisch gestalteter Andacht in der Münchner Pfarrkirche St. Paul im Bahnhofsviertel. Dort wird das insgesamt sechs Stunden umfassende Videoprojekt "An der Schwelle" der Künstler Karin Soika und Christophe Schneider gezeigt. Zu Wort kommen Haupt- und Ehrenamtliche aus der Hospiz- und Palliativarbeit, die in 21 Interviews sehr persönliche Einblicke in ihr Tun gewähren. Unter www.erzbistum-muenchen.de/woche-fuer-das-leben sind der unten stehende Trailer zu der Filmarbeit sowie die Videos der Einzelinterviews abrufbar.
  • 18. April, 20.15 Uhr: Die "TatOrtZeit" aus der gleichnamigen Andachtsreihe in St. Paul wird zur "Woche für das Leben" gestaltet. Der Multi-Instrumentalist und Klangforscher Wolfgang Gleixner und die Schauspielerin Berivan Kaya verweben bei der Andacht Gebetslieder in verschiedenen Sprachen mit Texten und meditativen Klängen und wollen so Hoffnung auf Transformation wecken. Die Einführung gestalten der Leiter der Kunstpastoral im Erzbischöflichen Ordinariat, Ulrich Schäfert, und der Seelsorger im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in München, Manfred Albang. Auf der Themenseite stehen zudem zwei besondere thematische Audio-Angebote bereit.

Passau

  • 20. April, 18 Uhr: Das Bistum Passau und das evangelische Dakant Passau laden zu einem zen­tra­len öku­me­ni­schen Got­tes­dienst mit Impul­sen nach Nie­der­al­teich, Basi­li­ka St. Mau­ri­ti­us, ein.

Regensburg: 

  • 19. April, 19.30-20.30 Uhr: Niad doudernst - Mundartsongs und Texte zu Leben und Sterben. Musik: Hubert Treml und Franz Schuier, Texte: Dr. Christoph Seidl. Link zur Teilnahme.
  • 20. April, 19.30-20.30 Uhr: "Ists schon so weit? Ach, gib mir noch ein Jahr..."Lesung mit Texten aus Band 3, "Die Begegnung" von Georg Britting.
    Einführung: Prof. Sigmund Bonk, Sprecher: Lukas Reinsch, Musik: Anna-Sophia Langrieger. Link zur Teilnahme.
  • 21. April, 19.30-20.30 Uhr: Das Leben verdichten gegen den Tod - Klanglesung mit den Autoren des gleichnamigen Buches, Pfr. Thomas Köppl und Pfr. Franz Reitinger. Musik: Johannes Buhl. Link zur Teilnahme.
  • 24. April, 10-18 Uhr: Tanzdialog mit Trauernden des Evangelisches Bildungswerk Regensburg e.V.. Link zur Anmeldung. Hinweis: Für dieses Angebot wird ein Unkostenbeitrag von 72 Euro erhoben, ermäßigt: 60 Euro.

Die "Woche für das Leben", eine Initiative von evangelischer und katholischer Kirche, findet bereits zum 26. Mal statt. Die Aktion will jedes Jahr Menschen in Kirche und Gesellschaft für die Würde des menschlichen Lebens sensibilisieren.

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