29.09.2020
Fokus auf Daten

"Arbeitskreis Bekennender Christen": Geistliche Dimension wichtiger als empirische Zahlen

Der theologisch konservative "Arbeitskreis Bekennender Christen" (ABC) beklagt bei kirchlichen Reformprozessen eine zu starke Fokussierung auf empirische Daten.
Menschen heben ihre Hände zum Gebet (Symbolbild)

Wenn sich der Fokus auf Mitgliederzahlen und auf die "Mitgliederbindung" und damit auf menschliche Aktivitäten richte, werde die geistliche Bedeutung der Kirche vernachlässigt, sagte der Lohrer Dekan und ABC-Vorsitzende Till Roth einer Mitteilung der bayerischen Landeskirche zufolge.

Vertreter des Landeskirchenrats und des ABC hatten sich zu einem ihrer regelmäßigen Gespräche getroffen, dabei ging es unter anderem um die Weiterentwicklung der Kirche.

Weiterentwicklung der Evangelischen Kirche

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm dankte für die Anregungen des ABC und wies zugleich darauf hin, dass kirchliche Entwicklungsprozesse wie "Profil und Konzentration" (PuK) in Bayern oder auch die gerade in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) diskutierten elf Leitsätze "ihren tiefen Sinn in der Stärkung des geistlichen Profils" hätten.

Wie der für Ökumene und kirchliches Leben zuständige Oberkirchenrat Michael Martin ergänzte, sei zwar die Sorge berechtigt, dass sich Kirche vielfach um sich selber drehe.

Letztlich sei die Spannung zwischen "Bewegung" und "Institution" aber von Anfang an in der Kirche angelegt, sagte er.

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Autor
Wie funktioniert ein Hackathon? Und was kommt dabei heraus? Johannes Pieper ist IT-Systemelektroniker und Betriebswirt. Er hat sich am Hackathon #glaubengemeinsam beteiligt - und erklärt, wie der Online-Event funktioniert hat und was bei seinem Projekt "Agile Kirche" herausgekommen ist.