Der unterfränkische Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel (CSU) hat am Donnerstag das Menschenrecht auf eine würdige Unterbringung von erwachsenen Menschen mit einer Behinderung betont. "In den wesentlichen Dingen des Lebens sind sich alle Menschen überall auf der Welt gleich", sagte Dotzel laut Redemanuskript bei der Einweihung des neu errichteten Jakob-Riedinger-Hauses im Würzburger Stadtteil Heuchelhof. Die Einrichtung des Bezirks bietet als Wohn- und Pflegeheim etwa 60 erwachsenen Menschen mit einer körperlichen Behinderung ein Zuhause.

Dotzel sagte, er sei sich sicher, dass das neue Haus "noch viel mehr" als nur ein gutes Dach über dem Kopf biete. Das neue Haus, das einen ungefähr 100 Jahre alten Vorgängerbau im Stadtteil Frauenland ersetzt, habe eine "einmalige Lage" am Heuchelhof. In der direkten Nachbarschaft zur Dr.-Karl-Kroiß-Förderschule und der Jugendbildungsstätte des Bezirks, zu Wohnbaugebieten und Nahversorgung sei der neue Standort "ideal für die Inklusion", hieß es. Eingezogen waren die ersten Bewohner bereits Ende 2020 - wegen der Corona-Pandemie war damals kein Festakt möglich.

Das neue Jakob-Riedinger-Haus sei als dreigliedriger Bau konzipiert, sagte Dotzel. Zum einen lebten dort Menschen, die im Rahmen der Eingliederungshilfe eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung besuchen. Zum anderen lebten dort auch Menschen mit einer Körperbehinderung, die nicht mehr - weil etwa im Seniorenalter - oder gar nicht in einer Werkstatt zur Arbeit gehen. Benannt ist das Haus nach Jakob Riedinger, der die Vorgänger-Einrichtung im Jahr 1917 als neues Zuhause für die aus dem Ersten Weltkrieg heimgekehrten Kriegsversehrten errichtet hatte.

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