13.03.2019
Kirche & Kultur

"Highway to Heaven": Kirchenkonzerte an der Autobahn A9

Unter der Überschrift "Highway to Heaven" werden in den nächsten Wochen drei historische Kirchen nahe der Autobahn A9 für einen Abend zum Konzertsaal.
In der St.-Walburga-Kirche Benk: von links Ulrich Wirz (Haus Marteau), Bezirkstagspräsident Henry Schramm, Gemeindepfarrer Josef Paulmaier und Pfarrer Hans Peetz.
Bei der Präsentation in der St.-Walburga-Kirche Benk: von links Ulrich Wirz (Haus Marteau), Bezirkstagspräsident Henry Schramm, Gemeindepfarrer Josef Paulmaier und Pfarrer Hans Peetz.

Für die Konzertreihe hat sich die Internationale Musikbegegnungsstätte Haus Marteau des Bezirks Oberfranken mit dem Verein Markgrafenkirchen e. V. zusammengeschlossen, teilten die Veranstalter mit. Auftreten werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Meisterkursen, die im Haus Marteau in Lichtenberg (Landkreis Hof) stattfinden.

"Wir verbinden damit, was zusammengehört: Kunstvoll ausgestaltete Kirchen und klassische Musik von höchster Güte", sagte der oberfränkische Bezirkstagspräsident Henry Schramm bei der Präsentation des Programms in Benk bei Bindlach (Landkreis Bayreuth). Der Vorsitzende des Vereins Markgrafenkirchen, Pfarrer Hans Peetz (Bayreuth), verwies darauf, dass die barocken Sakralbauten in Oberfranken gern auch als Gesamtkunstwerk bezeichnet werden: "Doch das geschieht erst richtig durch Gottesdienste und durch Musik."

Das Motto "Highway to Heaven" ist eine dreifache Anspielung: zum einen auf die geografische Lage der Kirchen in Benk und Plech (Landkreis Bayreuth) sowie in Berg (Landkreis Hof) zur Hauptverkehrsachse A9 München-Berlin, zum anderen auf den "offenen Himmel", der als zentrales Element der Deckengestaltung zu den Markenzeichen der Markgrafenkirchen zählt.

Filigrane kammermusikalische Werke

Nicht zuletzt ist der Titel auch eine augenzwinkernde Erinnerung an den vor genau 40 Jahren veröffentlichten Hit "Highway to Hell" der australischen Hardrock-Band AC/DC. Erklingen wird bei den drei Konzerten jedoch keine elektronisch verstärkte Rockmusik. Die Abende mit eher filigranen kammermusikalischen Werken orientieren sich thematisch an der Innenausstattung der jeweiligen Kirchen.

Der Verein Markgrafenkirchen unterstützt ein Projekt des evangelischen Kirchenkreises Bayreuth, das rund 100 Sakralbauten vor allem im Bereich der früheren Markgraftümer Bayreuth und Ansbach verstärkt für Tourismus und Bevölkerung erschließen will. Konzertreihen sollen dabei nach Worten von Hans Peetz ein festes Element werden: So wird es wie im vergangenen Jahr auch diesmal wieder eine Kooperation mit dem Festival Junger Künstler Bayreuth geben; für den Herbst ist eine weitere Reihe mit dem Haus Marteau angedacht.

Als "protestantischer Barock" gilt dieser besondere Baustil des 18. Jahrhunderts nach Worten von Bayreuths Regionalbischöfin Dorothea Greiner als ein bislang "ungehobener Schatz von europäischem Rang".

INFO

Am Freitag, 5. April, findet das zweite Konzert "Geigenklang und Himmelslicht" in der Kirche St. Susannae in Plech mit einem weiteren Meisterkurs für Violine (Prof. Christian Altenburger) statt.

Abgeschlossen wird die Reihe mit "Flötentönen für himmlische Auen", gestaltet vom Meisterkurs für Flöte (Prof. Andrea Lieberknecht) am Samstag.
5. Mai, in der St.-Jakobus-Kirche in Berg. Alle Konzerte beginnen um 19 Uhr.

www.markgrafenkirchen-bayern.de

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