Regensburg, München (epd). Die Instandsetzung der evangelischen Kirche St. Oswald in Regensburg wird mit 1,86 Millionen Euro aus dem Entschädigungsfonds unterstützt. Das gab Kunstminister Bernd Sibler (CSU) am Freitag in München bekannt. Die Kirche St. Oswald sei "ein herausragendes Zeugnis für die reichsstädtische Zeit Regensburgs", sagte Sibler laut Mitteilung.

Am donauseitigen Ufer auf Höhe des Eisernen Steges gelegen, prägt die Kirche das Stadtbild Regensburgs. Bei dem gotischen Kirchenbau, der im Jahr 1307 als Spital für zwölf Pfründnerinnen gestiftet wurde, handelt es sich um die erste rein bürgerliche Stiftung. Aus dieser Zeit erhalten haben sich der Chor sowie ein kurzes Stück des Langhauses, das 1604 auf seine heutige Ausdehnung nach Westen verlängert wurde. Das Kircheninnere ist geprägt durch den Gegensatz von hochgotischem Sanktuarium und barockisiertem Emporensaal. Prächtig ist ferner der um das Jahr 1750 vom Regensburger Klavier- und Orgelbauer Franz Jakob Späth geschnitzte Orgelprospekt.

Die Schwerpunkte der Sanierung liegen vor allem auf den Fundament- und Gründungsarbeiten sowie die Instandsetzung des Dachstuhls. Eigentümerin des Baudenkmals ist die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde St. Oswald. Die Gesamtsanierungskosten belaufen sich laut Kirchengemeinde auf 4,6 Millionen Euro. Der Entschädigungsfonds wird getragen vom Freistaat und von den Kommunen.

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