München (epd). Zum 30. Jahrestag der Bischofsweihe von Kardinal Reinhard Marx hat Generalvikar Christoph Klingan am Montagabend dessen Wirken gewürdigt. Marx sei ein missionarischer Bischof, der das Gespräch auch außerhalb kirchlicher Zusammenhänge und mit Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen suche, sagte Klingan laut Mitteilung des Erzbistums München in seiner Predigt im Festgottesdienst im Münchner Dom. "Sie sind einfach interessiert am Mitmenschen und lassen umgekehrt die anderen auch gerne teilhaben an dem, was Sie bewegt."
Ein zentraler Aspekt im Wirken von Marx sei "eine zeitsensible Auslegung und Verkündigung des Evangeliums", sagte der Generalvikar, mit einem Blick darauf, "was jetzt in der Gegenwart gefragt ist, wo sich Zeichen der Zeit auftun", ohne aktuellen Trends zu folgen. Auch Marx’ Bemühen um eine synodale Kirche griff Klingan auf. Synodalität sei anspruchsvoll, weil sie "große Offenheit aller Beteiligten" erfordere. Sie solle dazu beitragen, Menschen in der Kirche zusammenzuführen und trotz unterschiedlicher Positionen nach Gemeinsamkeiten zu suchen.
Geschenk, gemeinsam Christen zu sein
Marx dankte allen Mitfeiernden für die Gemeinschaft, die er erfahre. "Das größte Geschenk unseres Lebens ist, dass wir gemeinsam Christen sind."
Reinhard Marx wurde am 21. September 1953 in Geseke in Nordrhein-Westfalen geboren und am 21. September 1996, an seinem 43. Geburtstag, im Paderborner Dom zum Bischof geweiht. Nach seiner Zeit als Weihbischof in Paderborn wurde er 2001 Bischof von Trier. Seit 2008 ist er Erzbischof von München und Freising.