Nürnberg (epd). Vor den Weihnachtsfeiertagen appellieren die Ärztlichen Leiter der Krankenhauskoordinierung im Rettungsdienstbereich Nürnberg an die Bevölkerung, wirklich nur im akuten Notfall die 112 zu rufen. Liegt kein Notfall vor, können sich Bürgerinnen und Bürger bei medizinischen Problemen an die bundesweit einheitliche und kostenlose Rufnummer 116 117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes wenden und darüber Hilfe bekommen, teilte die Stadt Nürnberg am Freitag mit.
Hintergrund des Appells sei die weiter sehr angespannte Lage in der stationären Akut- und Notfallversorgung der Kliniken im Rettungsdienstbereich Nürnberg und die Überlastung der Notaufnahmen. Die Integrierte Leitstelle (ILS) koordiniert Rettungsdienst sowie die Feuerwehr für rund 1,2 Millionen Menschen in der Region. "Die Notrufnummer 112 gilt grundsätzlich bei lebensbedrohlichen Erkrankungen, schweren Verletzungen, Unfällen oder Bränden. Bei nicht lebensbedrohlichen Krankheiten oder Verletzungen, die nicht bis zur nächsten Sprechstunde warten können, ist die 116 117 zu wählen", sagte Branddirektor und ILS-Leiter Marc Gistrichovsky.
Er wies darauf hin, dass es vereinzelt bei einem hohen Einsatzaufkommen zu Wartezeiten am Telefon kommen könne und appellierte: "Bleiben Sie in der Warteschleife! Legen Sie nicht auf!"