Nürnberg (epd). Die Diakonie Bayern fordert zum Tag der Wohnungslosen (11. September) mehr bezahlbaren Wohnraum. "Knapp 13 Prozent aller Haushalte in Deutschland leben dauerhaft in einer wirtschaftlich prekären Situation - das darf nicht so bleiben", sagte Sandra Schuhmann, zuständige Vorständin der Diakonie Bayern, laut Mitteilung vom Donnerstag. Mehr als zwei Millionen Menschen in Deutschland bleibe weniger als das Existenzminimum, nachdem sie ihre Mieten bezahlt haben.

Besonders problematisch sei die Situation in vielen westdeutschen Großstädten, wie etwa München, teilte die Diakonie Bayern weiter mit. Aber auch im Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen sowie in Würzburg und Augsburg müssten bis zu zwanzig Prozent der Mieter mehr als die Hälfte ihres Haushaltseinkommens für die Miete aufwenden. Eine Mieterhöhung oder unerwartete Mehrausgaben könnten schnell zu Mietschulden und im schlimmsten Fall zum Wohnungsverlust führen, sagte Schuhmann.

"Wir wissen von unseren Diensten und Einrichtungen, dass die Zahl der wohnungslosen Menschen in den letzten Jahren stetig ansteigt, Menschen in Notunterkünften dauerhaft untergebracht werden und sich die Bedarfslagen kontinuierlich verschärfen", sagte Schuhmann weiter. Die Politik müsse hier dringend gegensteuern, denn: "Wohnungslosigkeit ist die sichtbarste Form von Armut und sozialer Ausgrenzung."

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