München, Augsburg (epd). Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zieht in besonders belastenden Phasen seiner Amtszeit Kraft aus seinem christlichen Glauben. "Nur ein dickes Fell oder eine seelische Hornhaut, das reicht nicht. Für mich ist mein christlicher Glaube in diesen Situationen der große Rückhalt", sagte der CSU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen". Als schrecklichste Phase seiner seit 2007 andauernden Dienstzeit bezeichnete der Minister die Terrorwoche im Sommer 2016 mit den Anschlägen in Würzburg, München und Ansbach.

Dienstältester Innenminister Deutschlands

Mit Blick auf seine politische Zukunft deutete der am 21. September 70 Jahre alt werdende Politiker ein absehbares Ende seiner Amtszeit an: "Gehen Sie mal davon aus, dass der jetzige Ministerpräsident länger im Amt bleibt als ich." Ob er bei der Landtagswahl 2028 erneut kandidieren wolle, entscheide er spätestens in einem Jahr. Für die Zeit nach der Politik kündigte der dienstälteste Innenminister Deutschlands schmunzelnd an, sich womöglich wieder seiner alten Modelleisenbahn im Elternhaus zu widmen - sobald diese digitalisiert sei.