Augsburg (epd). Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat die aus dem Amt scheidende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für deren Bekenntnis zu einer humanitären Politik gewürdigt. Im Interview mit der "Augsburger Allgemeinen" (Dienstag) nannte er das Ausscheiden Merkels aus der deutschen Politik nach 16 Jahren Kanzlerschaft eine "grundlegende Zäsur", sagte der bayerische Landesbischof.

"Für mich bleibt der stärkste Satz ihrer Zeit als Kanzlerin der Satz vom September 2015: 'Wenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen zu müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land'", sagte Bedford-Strohm knapp zwei Wochen vor der Bundestagswahl: "Für die Zeit nach ihr geht es darum, dieses Bekenntnis zur Humanität als Grundorientierung unseres staatlichen Handelns in den konkreten politischen Entscheidungen ernst zu nehmen." Dazu gehöre, den Interessen der Menschen in anderen Teilen der Welt und jenen zukünftiger Generationen das gleiche Recht einzuräumen wie den eigenen.

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