München (epd). Der Evangelische Arbeitskreis (EAK) in der bayerischen CSU hat weitere Maßnahmen von der Bundesregierung gegen das iranische Regime gefordert. Seit Ausbruch der landesweiten Proteste seien im Iran bereits zwei Menschen öffentlich hingerichtet worden, teilte die CSU-Landesleitung am Dienstag mit. Weiteren Personen drohe ein Todesurteil oder eine Hinrichtung.

Der EAK verurteile dieses Vorgehen auf das Schärfste und begrüße die beschlossene Intensivierung der EU-Sanktionen gegen die Verantwortlichen, hieß es. Zugleich forderte der EAK, den Druck auf das Regime in Teheran weiter zu erhöhen. Die schweren Menschenrechtsverletzungen müssten sofort eingestellt, weitere Hinrichtungen ausnahmslos unterlassen werden.

"Die Bundesregierung darf dieses Vorgehen nicht unbeantwortet lassen", forderte EAK-Vorsitzende Barbara Becker laut Mitteilung. "Sie muss weitere Maßnahmen entwickeln und umsetzen, maximalen Druck auf das islamische Regime auszuüben, die Hinrichtungen sofort zu stoppen und die gewaltsame Unterdrückung der Demonstranten umgehend zu beenden."