Rothenburg o.d. Tauber (epd). Der seit fünf Jahren durch das Projekt "art residency wildbad" entstehende Skulpturenpark weist dem Kunstreferenten der bayerischen Landeskirche, Kirchenrat Helmut Braun, zufolge weit über die Region hinaus. In diesem Jahr habe der gebürtige Bamberger Künstler Benjamin Zuber ein zeitgenössisches Kunstwerk geschaffen, sagte Braun am Donnerstag bei der Übergabe des Werks. Mit dem Werk habe erneut "eine hochaktuelle Auseinandersetzung" und "ein künstlerisches Reagieren" auf den Raum, die Geschichte des Ortes und das inhaltliche Wirken stattgefunden.

Zubers Kunstwerk besteht aus verschiedenen Komponenten. Zu sehen ist ein statisches Gerüst aus metallischen Rohren, die an Haltestangen aus Bussen und Bahnen erinnern. Darin eingebundene rote Stromkabel und organische Formen in fleischfarbenen Tönen schienen all das zusammenzuhalten, sagte Braun bei der Werksübergabe. Die Arbeit erinnere "an eine physikalische Versuchsanordnung", an ein Objekt intensiver experimenteller Feldforschung. "Doch scheint der Versuch nicht mit kühlen physikalischen Berechnungen lösbar zu sein", erläuterte Braun. Dazu sei es zu verwoben.

Der inzwischen in Berlin lebende und arbeitende Zuber hat in den vergangenen Monaten als "Artist in Residence" in der evangelischen Tagungsstätte ein neues Kunstwerk geschaffen. Der Titel des Werks lautet "Growing on Suspended Mythologies". Zuber ist bereits der fünfte Künstler, der im Rahmen der "art residency wildbad" nach Rothenburg eingeladen wurde. Die Übergabe des Kunstwerks fand im Anschluss an den Kunst-Tag der bayerischen Landeskirche im Wildbad-Park statt. Bei der Übergabe war auch die Ansbach-Würzburger Regionalbischöfin Gisela Bornowski mit dabei.

Bei der "art residency wildbad" schlägt eine Fachjury jährlich neue Künstler oder Gruppen vor, selbst bewerben kann man sich nicht. Bisherige Künstler waren das Duo Böhler & Orendt (2017), Ulrike Mohr aus Berlin (2018), die Brasilianerin Laura Belém (2019) und die Grazer Gruppe "Breathe Earth Collective" (2020). Neben Kost und Logis erhalten die Künstler ein Budget von 30.000 Euro. Das Projekt wird von der Landeskirche und Sponsoren finanziert.

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