Nürnberg, München (epd). Ein Podcast-Projekt auf den Spuren des NSU, der Kurzfilm "Lebendig begraben" und das Projekt "Perspektivwechsel_MWG" sind die diesjährigen Preisträger des "Mosaik-Jugendpreis - Mit Vielfalt gegen Rassismus". Wie die Stadt Nürnberg am Mittwoch mitteilte, geht ein Anerkennungspreis an die "Unterrichtsstunde gegen Diskriminierung" einer Münchner Schule. Der Mosaik-Jugendpreis wurde im Jahr 2015 im Gedenken an die bayerischen Opfer der rechtsextremen Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) in München und Nürnberg ins Leben gerufen. In der Jury sitzen auch Angehörige der Opferfamilien aus Nürnberg und München.

Das Podcast-Projekt "Warum hört das nicht auf zu brennen? Oder: Vom Gestern im Heute. Auf den Spuren des NSU", erhielt den ersten Preis in Höhe von 4.000 Euro. Das 30-minütige Hörstück, das sich mit den NSU-Morden in Nürnberg befasst, stammt von fünf Schülerinnen des Werner-von-Siemens-Gymnasiums Weißenburg, teilt die Stadt mit. Der Podcast sei im Magazin "Stoffwechsel" bei Radio Z Nürnberg gesendet worden und sei weiter online abrufbar.

Ein Preisgeld von 3.000 Euro erhält der 26-jährige Nürnberger Filmemacher Hamudie Saleh für seinen Kurzfilm "Lebendig begraben". Erzählt wird die Geschichte des jungen Herrn Malik, geflohen nach Deutschland, der in einem ewigen Kreislauf von fehlender Arbeitserlaubnis, zu wenig Geld und infolge begangener Straftaten gefangen ist.

Mit einem "Perspektivwechsel_MWG" haben etwa 20 Schülerinnen und Schüler im Alter von 14 bis 18 Jahren in ihrer Arbeitsgruppe als "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" des Maria-Ward-Gymnasiums München einen Podcast entwickelt. Darin gehen sie Fragen zu Rassismus, Gleichstellung und Gleichberechtigung, Ursachen von Rassismus und Diskriminierung nach. Die Gruppe erhält für ihr Projekt 1.500 Euro. Den Anerkennungspreis (500 Euro) für die "Unterrichtsstunde gegen Diskriminierung" bekommen 18 Schülerinnen und Schüler des Willy-Graf-Gymnasiums in München.