Regensburg (epd). Nach 20 Jahren als Mitglied des Regionalvorstands der Johanniter in Ostbayern tritt Martin Steinkirchner (57) krankheitsbedingt zum 30. Juni in den vorzeitigen Ruhestand. Mit seinem Ausscheiden ende eine prägende Ära für den Regionalverband, der sich unter seiner Führung zu einem der größten sozialen Träger Ostbayerns entwickelt habe, teilten die Johanniter Ostbayern am Dienstag mit.
Als Steinkirchner im Januar 2006 die Verantwortung als Regionalvorstand übernahm, sei der Verband deutlich kleiner gewesen. Inzwischen beschäftigen die Johanniter in Ostbayern nach eigenen Angaben rund 2.000 Mitarbeitende in rund 220 Einrichtungen. Besonders deutlich werde die Entwicklung an zwei Zahlen: Aus elf Kindereinrichtungen der Johanniter in Ostbayern im Jahr 2006 sind inzwischen rund 200 geworden und die Anzahl der Ortsverbände hat sich von einem auf sechs erhöht. Ferner seien zahlreiche Angebote in den Bereichen Menüservice, Rettungsdienst, Pflege, Hospizarbeit, Bevölkerungsschutz sowie soziale Dienste ausgebaut oder neu geschaffen worden.
Zwei Hospize und ein Inklusions-Hotel mit seinem Namen verbunden
Zu den Projekten, die eng mit seinem Namen verbunden sind, zählen insbesondere das Johannes-Hospiz in Pentling, das inklusive Hotel Includio in Regensburg sowie das Bruder-Gerhard-Hospiz in Schwandorf. Mit diesen Einrichtungen seien Maßstäbe in den Bereichen Hospizarbeit, Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe gesetzt worden, hieß es. Neu in den Regionalvorstand um Tobias Karl und Sean-Patrick Saßmannshausen sei Silke Weiler berufen worden.