München (epd). In Bayern steigt die Zahl der Schülerinnen und Schüler zum neuen Schuljahr um rund 20.000 auf etwa 1,8 Millionen. Zusätzliche Lehrerplanstellen wird es aber wegen des geltenden Stellenmoratoriums grundsätzlich nicht geben. Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler) betonte am Freitag laut Mitteilung, die Unterrichtsversorgung sei dennoch gesichert.
Rund 166.000 Lehrkräfte sollen im neuen Schuljahr unterrichten, darunter etwa 4.100 neu eingestellte Lehrerinnen und Lehrer. Zudem hätten zahlreiche Lehrkräfte ihr Stundenkontingent erhöht. Das Stellenmoratorium werde an den Schulen trotzdem spürbar sein, räumte Stolz ein. Für das Schuljahr 2027/28 sind nach ihren Angaben 1.500 zusätzliche Lehrerplanstellen vorgesehen.
Grüne fordern 2.000 zusätzliche Lehrkräfte
Kritik kommt von den Grünen. Deren bildungspolitische Sprecherin im Landtag, Gabriele Triebel, warnte vor den Folgen des anhaltenden Lehrkräftemangels. Mehr Schülerinnen und Schüler bei gleichzeitig ausbleibenden zusätzlichen Lehrerstellen gingen zulasten von Schulen, Kindern und Chancengerechtigkeit. Sie fordert für dieses Schuljahr 2.000 zusätzliche Lehrkräfte, vor allem für die Mittelschulen.
Zum Schulstart gelten außerdem neue Regeln für die private Handynutzung. Bis einschließlich zur 7. Klasse ist sie an bayerischen Schulen grundsätzlich untersagt. Die Regel ist Teil der im Sommer vorgestellten Agenda "Digitale Balance im Alltag von Schülerinnen und Schülern". Stolz sagte: "Kinder sollen die digitale Welt entdecken können, ohne ihr ausgeliefert zu sein." Dafür brauche es Bewusstsein, klare Regeln und Schutz.