Hilpoltstein (epd). Beim diesjährigen Insektensommer des Landesbunds für Vogelschutz (LBV) haben Naturfreunde mehr heimische Siebenpunkt-Marienkäfer gesichtet als noch im Frühjahr. Sie meldeten bei der Insektenzählung deutlich mehr Exemplare des heimischen Käfers als bei der Abfrage im Juni, heißt es in einer Mitteilung vom Freitag. Der eingeführte asiatische Marienkäfer fiel auf Platz 24 der am häufigsten gesichteten Insekten zurück, der einheimische belegt Rang 8.
Doch den großen Vorsprung des Asiatischen vom ersten Zählzeitraum habe der Siebenpunkt nicht mehr einholen können, so der LBV. Über beide Zählzeiträume sei er in 252 Meldungen zu finden, der asiatische in 302 Meldungen. Biologin Angelika Nelson erklärte, das spreche für eine friedliche Koexistenz der beiden Arten. Der Asiatische Marienkäfer sei vor 40 Jahren zur Blattlausbekämpfung eingeführt worden und habe den heimischen Marienkäfer bisher nicht verdrängt.
Die Ergebnisse der Insektenzählung zeigen auch, dass in diesem Jahr weniger Wespen als in den Vorjahren unterwegs waren. "Das kalte und feuchte Frühjahr scheint auch den Wespen die Brut erschwert zu haben", sagte Nelson. Auch die Wespe findet sich im August nur auf Rang 24. In den vergangenen Jahren war sie stets in den Top Ten. Dafür hatten die Stechmücken wieder einen guten Sommer: Wegen der regionalen Hochwasser konnten ihre Larven gut gedeihen. Daher liege die Stechmücke auf Rang 30 und somit um einiges weiter vorne als in den Vorjahren, in denen sie in Bayern nicht über Rang 50 kam, teilte der LBV mit
Den ersten Platz bei den beobachteten Insekten belegte laut LBV wie in vielen Vorjahren die Ackerhummel. Weiter in der Rangliste folgen diesen Hochsommer Kleiner Fuchs, die Wildbiene, die westliche Honigbiene und das Tagpfauenauge. Rund 3.000 Menschen aus dem Freistaat hatten für den Insektensommer ihre Beobachtungen gemeldet.