München (epd). Für eine gemeinsame Bewerbung von München und Tel Aviv als Austragungsorte für Olympia 2036 setzt sich der bayerische Antisemitismusbeauftragte Ludwig Spaenle ein. Eine gemeinsame Bewerbung "festige das Band zwischen Israel und Bayern sowie zwischen dem Nahen Osten und Deutschland und bringe die Menschen zueinander", sagte Spaenle laut Mitteilung am Dienstag in München. Hundert Jahre "nach den Nazi-Spielen von Berlin wäre das ein starkes Zeichen für Völkerverständigung", sagte der Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus.
Am Montag hatte sich eine Mehrheit im Münchner Rathaus offen für eine neue Bewerbung der Stadt als Austragungsort für Olympische Spiele gezeigt. Münchens Kandidatur für Winterspiele 2022 war 2013 in mehreren Bürgerentscheiden von der Bevölkerung gestoppt worden.