München (epd). Mit mehreren Demonstrationen und einer großen Radsternfahrt wollen Tausende Menschen an diesem Wochenende in München ein Zeichen gegen die Internationale Automobilausstellung (IAA) setzen. "Statt zukunftsfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln, verdienen BMW, Volkswagen, Daimler und Co. ihr Geld immer noch vor allem mit dicken Verbrennern und heizen so das Klima weiter an", kritisierte das Veranstalter-Bündnis #aussteigen auf seiner Homepage. Die nächste Bundesregierung müsse den Klimaschutz im Verkehr endlich anpacken.

Das Bündnis kündigte für Samstag einen friedlichen, bunten und breiten Protest mit Tausenden Teilnehmern an. Die Polizei warnte am Freitag angesichts der großen Fahrradsternfahrt bereits vor Verkehrsbeeinträchtigungen: Die Radsternfahrt startet am Samstagvormittag von verschiedenen Städten rund um München aus, darunter Augsburg, Freising, Herrsching und Rosenheim. Währenddessen findet zwischen Königsplatz und Theresienwiese eine größere Fußgängerdemo statt. Um 15 Uhr treffen sich alle Teilnehmer zu einer großen Abschluss-Kundgebung auf der Münchner Theresienwiese. Sie endet um 17 Uhr.

Bündnispartner sind neben der DUH etwa der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Campact, die Naturfreunde, ATTAC und Greenpeace. Bereits der Auftakt der IAA am 7. September war von zahlreichen Protestaktionen begleitet: Aktivisten hatten sich von Autobahnbrücken rund um München abgeseilt und ein Verkehrschaos verursacht. Mehrere von ihnen mussten in U- oder in Präventionshaft.

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