Nürnberg (epd). Fürsorge und Pflege stehen im Zentrum einer Themenwoche unter dem Motto "Care!" ab kommenden Freitag (17. September). Noch vor der Bundestagswahl wolle man auf die Breite des Bereichs Fürsorge und Sorgearbeit aufmerksam machen, sagte die Leiterin des Forum Frauen beim evangelischen "Amt für Gemeindedienst", Andrea König. An der Veranstaltungsreihe beteiligt sich ein breites evangelisches Bündnis, darunter die Diakonie Bayern, der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (kda) und das Frauenwerk Stein. "Die Sorge um die Sorgearbeit bringt uns zusammen", sagte König. Wie wichtig Care-Arbeit sei und wie sehr sie in der Krise stecke, zeige sich, "wenn alle Care-Bereiche, bezahlt und unbezahlt, gemeinsam gedacht und angegangen werden."

An der "Care-Woche" beteiligen sich unter anderem die Soziologin und Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, Professor Jutta Allmendinger, die Theologin und Publizistin Cornelia Coenen-Marx und Bestsellerautorin Mareice Kaiser ("Das Unwohlsein der modernen Mutter"). Die Veranstaltungen befassen sich mit bezahlter und unbezahlter Pflegearbeit, mit Geschlechtergerechtigkeit und den Bedürfnissen von Müttern. Alle Veranstaltungen seien kostenlos und und würden per Zoom angeboten, hieß es.

Am Freitag (17. September, 18 Uhr) spricht Cornelia Coenen-Marx zum Thema "Neu entdeckt! Gemeinschaft als Schlüssel für Care in Familie, Kirche, Quartier und Pflege". Sandra Schuhmann, Vorständin bei der Diakonie Bayern, und Barbara Pühl, Referentin für Chancengerechtigkeit in der ELKB, unterhalten sich am Montag (20. September, 18 Uhr) über "Unbezahlte und bezahlte Care-Arbeit. Was braucht es jetzt?". Am Dienstag (21. September, 12 Uhr) zeigt Jutta Allmendinger "Perspektiven für mehr Geschlechtergerechtigkeit". Über das Thema ihres Buches referiert am 24. September um 18 Uhr Mareice Kaiser.

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