20.02.2021
"Kirche in Bayern"

Meidinger: Warum der Religionsunterricht wichtig ist

Regelmäßiger Unterricht in Zeiten der Pandemie ist zur Ausnahme geworden. Besonders die "leichteren" Fächer wie der Religionsunterricht werden vernachlässigt. Dabei ist genau dieses Fach jetzt besonders wichtig, sagt Lehrerverbands-Präsident Heinz-Peter Meidinger.
Religionsunterricht wird von vielen nicht besonders ernst genommen. Wenn er mal ausfällt, ist das nicht so tragisch, sagen manche. Was sagt Hans-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes dazu?

Heinz-Peter Meidinger war selbst 17 Jahre lang Schuldirektor am Robert-Koch-Gynmasium in Deggendorf. Aus dieser Zeit weiß der Katholik, wie wichtig Religionsunterricht sein kann. Besonders in Krisenzeiten können die Schülerinnen und Schüler so lernen, mit Problemen fertig zu werden. Und gerade in der Pandemie, wo Krankheit und Sterben näher gerückt ist, fehle dieses Fach besonders, sagt der Präsident des Deutschen Lehrerverbands.

Meidinger über die Missstände der Schulpolitik

Mittlerweile ist es auch in Bayern möglich, katholischen und evangelischen Religionsunterricht zusammenzulegen. Dazu meint Meidinger: "Bevor der Unterricht ausfällt, sollte er zusammen stattfinden. Das ist besser, als wenn er ausfällt."

Es läuft so einiges schief an deutschen Schulen: große Defizite bei der Digitalisierung, ein monatelanger Unterrichtsausfall und kein allgemein verbindliches Hygieneschutzkonzept für den Präsenzunterricht, um nur die aktuellen Missstände zu nennen. In seinem neuen Buch "Die 10 Todsünden der Schulpolitik" deckt Meidinger die Versäumnisse schonungslos auf.

"TV-Tipp: Kirche in Bayern"

Kirche in Bayern - das ökumenische TV-Magazin

Kirche in Bayern - das ökumenische TV-Magazin können Sie jeden Sonntag in ganz Bayern auf den Lokal- und Regionalsendern sehen. Zum Beispiel auf München TV um 16.30 Uhr. Alle Sender und Sendezeiten finden Sie auf www.kircheinbayern.de/ausstrahlung.

Meidinger

Die zehn Todsünden der Schulpolitik

Deutschland versinkt im Schulchaos. Reform folgt auf Reform und doch verändert sich an den grundsätzlichen Defiziten so gut wie nichts. Die Schule ist heillos überfordert, soll sie doch alle gesellschaftlichen Probleme von der Integration bis hin zur demokratischen Erziehung lösen. Dazu Lehrermangel allerorten, Defizite bei der Digitalisierung und die fatalen Auswirkungen des Neoliberalismus, Stichwort Ware Bildung. Die Coronakrise hat das Versagen der Bildungspolitik endgültig offenbart. Heinz-Peter Meidinger vertritt 160.000 Lehrkräfte in Deutschland und ist der wohl gefragteste Experte in Sachen Schulpolitik. Wer könnte besser die Todsünden des Schulsystems benennen?

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