Doch Steinbauer meinte mit dem "Kino" auch den Anlass des Vormittags: Die Diakonie Bamberg-Forchheim führte gleich zwei neue Abteilungsleitungen in ihre Aufgaben ein und begrüßte außerdem neue Teams aus dem Kita-Bereich unter ihrem Dach.
Im Zentrum des Gottesdienstes stand die Einführung von Stefanie Roppelt als Abteilungsleitung für den Bereich Kindertagesstätten sowie von Patrick Beck als Abteilungsleitung für Sozialpsychiatrie und den Bereich Beherbergung, zu dem unter anderem die Bamberger Jugendherberge gehört. Gleichzeitig wurden die Teams der Kitas Zwergenburg (Pommersfelden) und Arche Noah (Steppach) sowie die Mittagsbetreuung an der Grundschule Pommersfelden willkommen geheißen. Mit dem neuen Jahr sind diese Einrichtungen von der Trägerschaft der evangelischen Kirche zur Diakonie Bamberg-Forchheim gewechselt.
Diakonie als Herzenssache
In seiner Predigt machte Pfarrer Steinbauer deutlich, worum es ihm dabei grundsätzlich geht: "Diakonie ist nicht Hobby der Kirche, sie gehört ins Herz des Glaubens." Verantwortung zu übernehmen sei kein Zusatzprogramm, sondern Ausdruck gelebter Nächstenliebe. Passend dazu griff er das Jahresthema der Diakonie auf: "In Verantwortung". Sein Appell: Mut zum Engagement und zur Veränderung. "Himmel ist da, wo Menschen in gelebter Verantwortung für andere da sind. Nichts muss so bleiben, wie es ist."
Auch Karl-Heinz Seib, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Bamberg-Forchheim, übersetzte den großen Begriff ins Konkrete: Verantwortung sei für die Diakonie nichts Abstraktes, sondern bedeute, "für Menschen verlässlich da zu sein, gerade dann, wenn sie Unterstützung brauchen". Gemeinsam mit Vorständin Christine Aßhoff stellte er anschließend die beiden neuen Abteilungsleitungen vor.
Zwei neue Gesichter, klare Profile
Stefanie Roppelt, die ihre Stelle zum Jahreswechsel angetreten hat, überzeugte laut Seib bereits im Vorstellungsgespräch durch "klare Haltung, fachliche Kompetenz und Leidenschaft" für die Arbeit mit Kindern, Familien und Mitarbeitenden. Roppelt ist studierte Pädagogin und Sozialmanagerin, außerdem systemische Beraterin.
Patrick Beck hat die Abteilungsleitung Sozialpsychiatrie bereits im vergangenen Herbst übernommen. Christine Aßhoff beschrieb ihn als optimistisch, kommunikationsstark und fachlich sehr versiert, mit einem klaren Blick für Strukturen. Sie gab ihm ein Bibelwort mit auf den Weg, das in diesem Kontext beinahe wie ein Leitbild klang: "Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit" (2 Tim 1,7). Aßhoff nannte es augenzwinkernd eine "Stellenbeschreibung": Kraft für Führungsaufgaben, Liebe als professionelle Form von Nächstenliebe und Besonnenheit als entscheidende Managementqualität.
Beide erhielten im Gottesdienst einen Segenszuspruch. In ihren Dankesworten klangen dann nicht nur Vorfreude, sondern auch Respekt vor der Aufgabe an. "Heute hier zu stehen, diesen Segen zu empfangen und offiziell in unsere Aufgaben eingeführt zu werden, erfüllt uns beide mit großer Dankbarkeit und auch Demut", sagte Stefanie Roppelt. Patrick Beck beschrieb die Arbeit "mitten im Leben und in der direkten Begegnung". Ihr gemeinsames Ziel: den Träger angesichts gesellschaftlicher Herausforderungen stabil nach vorne zu bringen. "Wir wollen Bewährtes als Ankerpunkt wahren, aber gleichzeitig den Mut aufbringen, uns für neue Perspektiven zu öffnen." Führung, betonten beide, sei keine Einzelleistung, sondern gelinge nur im Miteinander und durch ehrliche Wertschätzung der täglichen Arbeit vor Ort.
Trägerwechsel im Kita-Bereich: Willkommen unter neuem Dach
Ein zweiter Schwerpunkt des Vormittags war der Übergang der beiden Kitas und der Mittagsbetreuung zur Diakonie. "Ein solcher Wechsel geschieht nicht von heute auf morgen", sagte Karl-Heinz Seib und bedankte sich für die freundliche Aufnahme und die Unterstützung in den Gemeinden. Besonders freue er sich auf die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden, die "mit Herz, Fachlichkeit und großem Einsatz" Kinder im Alltag begleiten.
Auch kommunalpolitisch wurde der Schritt ausdrücklich begrüßt. Gerd Dallner, Erster Bürgermeister der Gemeinde Pommersfelden, sprach von Frühlingsanfang und Neubeginn und schlug damit die Brücke zur Einführung der neuen Leitungen. Es beginne nun auch eine Partnerschaft der Gemeinde mit der Diakonie Bamberg-Forchheim. Gleichzeitig dankte er der Evangelischen Kirchengemeinde Steppach-Pommersfelden-Limbach für die jahrzehntelange gute Zusammenarbeit in der Kinderbetreuung. Übergänge seien nie ganz leicht, sagte Dallner, aber entscheidend sei: "Hier wird Verantwortung übernommen." Er freue sich auf die weitere Zusammenarbeit.