Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser. Ich wünsche Ihnen ein gutes und gesegnetes neues Jahr 2026.

Wir haben es uns heute Nacht schon liebevoll zugesagt: alles Gute, Gesundheit und Segen. Das neue Jahr hat gerade angefangen und ist mit vielen Wünschen vollgepackt. Gesundheit für den lieben Menschen, den das vergangene Jahr so gefordert hat. Frieden, endlich Frieden in der Ukraine und ein Ende mit dem Töten und Bombenwerfen. Und Schluss mit dem ewigen Hetzen und Aufhetzen und Auf-die-anderen-Zeigen. Du. Du bist schuld. Schluss damit. Ich wünsche mir das so sehr: ein friedliches neues Jahr 2026. Und ich weiß schon jetzt, ganz neu wird es nicht das neue Jahr. So schnell geht´s ja nicht. Die Ziffer hinten hat sich geändert: 2026. Und sonst? Es ist ja doch immer sehr ähnlich und manchmal wie das alte Lied, kennt man schon. Und jeden Tag fang´n mer wieder an von vorn ...

Das ewige Lied

So singt es der bayerische Liedermacher Haindling in "Das ewige Lied".

Vor zwei Wochen saß ich in einem Konzert von verschiedenen Künstlerinnen und dann stand da auf der Bühne auf einmal Hans-Jürgen Buchner alias Haindling mit seinen 81 Jahren. Seine Bewegungen auf der Bühne sind vorsichtig, bedacht setzt er Schritt für Schritt, lächelt ganz zart, als würde er sich selbst am meisten wundern, dass er hier auf der Bühne steht. Seine Stimme klingt leise und brüchig, die Ausstrahlung ist grandios und authentisch. Und dann singt er "Das ewige Lied": Glaub mir, es gibt nichts, was es nicht gibt. Und jeder Tag fängt an und hört dann auch wieder auf.

Ich lass mir das gerne von Haindling zusingen und zusagen - in diesem sehr bodenständigen Niederbayrisch mit der Erfahrung eines Bühnenkünstlers, der schon alles gesehen hat. Und ich merke: Ich sitze auf einmal in Gedanken in einer Festhalle irgendwo in Oberbayern oder in Kempten neben meiner Schwester Gabi, die schon vor Jahren gestorben ist. Gabi war ein glühender Haindling-Fan. Wenn Haindling auf der Bühne war, stand meine Schwester bis zum Ende und sang tanzend alle Lieder laut und euphorisch mit. Sie war die erste und die letzte beim Applaus. Zugabe. Zugabe. Es gibt a Freud am Lebn, es gibt auch viel Verdruss. Und koana woaß, wos eahm no alles blüaht, Ja so klingt's auf dera Welt - das ewige Lied.

Frischgestrichen und wie neu

Und jetzt entführe ich Sie kurz nach Italien. Nach Brescia in der Lombardei. Dort lebt ein Mann mit dem Künstler-Namen "Ghost Pitur". Tagsüber arbeitet er – so heißt es - als Maler und Anstreicher. Nachts wird er zum geheimnisvollen Graffiti-Übertünch-Geister-Maler. Mit Farbeimer und Malerrolle macht er sich auf den Weg und übertüncht die beschmierten Mauern, Häuserwände und Fassaden seiner Stadt. Er trägt immer einen Kapuzenpulli und versteckt sein Gesicht. So bleibt er auch auf den Videos unerkannt, die man in den Sozialen Medien anschauen kann. Ghost Pitur ist nicht grundsätzlich gegen Graffiti-Kunst im öffentlichen Raum, es geht ihm um Qualität und um die Schönheit und den Zustand seiner Stadt. Graffitis, die kunstvoll sind, lässt er stehen. Ihn ärgert hässliches und manchmal hasserfülltes Geschmiere. Darum ist er in der Nacht unterwegs und lässt es verschwinden. Morgens ist dann alles frischgestrichen, wie neu. Statt eines Künstlernamens hinterlässt er auf der Mauer ein Klebeband mit einem handgeschriebenen Zettel: "Dies ist ein Akt urbaner Liebe." Viele sehen in ihm eine Mischung aus Künstler und Aktivist, aus Ordnungshüter und Romantiker. Ich sehe in ihm einen Neu-Macher. Aus Liebe. Er schaut nicht zu, wie die Stadt hässlicher wird. Er steht für: "Siehe, ich mache alles neu." Für mich ist er einer, der sich nicht bremsen lässt. Er setzt sich ein für das Gute und für das, was allen zugutekommt.

Neumacher braucht diese Welt. Neumacherinnen aus Liebe und manchmal einfach nur aus Anstand und Klugheit. Denn Schmutzfinken aller Art erleben unser Land und die Welt gerade zu viele. Es wäre so gut, wenn man da mit einem Eimer und einer Farbrolle einfach richtig darüber tünchen könnte und dann wäre das weg.

"Alles neu" lautet die Überschrift

Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu. Das ist die Jahreslosung. Das ist nicht einfach nur ein frommer Vers für den Neujahrsmorgen. Es ist so etwas wie die Überschrift über das letzte Buch der Bibel, die Offenbarung des Johannes. Das ist eine ziemlich wilde Sammlung von Gedanken über Himmel und Erde. Der Seher Johannes hat Visionen, Träume von Gott. Schwer zu verstehen, verrückt, manchmal wunderschön. Und die Überschrift dazu steht nicht am Anfang, sie steht am Schluss, im letzten Kapitel: Siehe, ich mache alles neu. Gott wird alles neu machen. Darauf können wir uns verlassen.

Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss! Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. (aus Apokalypse 21)

Das Buch der Johannesoffenbarung bietet vor dieser Stelle seitenlang andere Bilder, erschreckende, schaurige.  Aus diesen Bildern hat sich die Frömmigkeit im Altertum und im Mittelalter gespeist. Man kann das heute noch in vielen alten Kirchen auf den Altarbildern sehen. Oder im Museum. Da sieht man nackte Menschen, die von teuflischen Gestalten und Drachen umgeben sind. Da wimmelt es von Schlangen und Skorpionen. Wilde Weltuntergangsstimmung, geradezu lustvoll gemalt.

Zum Fürchten schauen die aus. Aber sie haben keine Macht mehr. Darum geht es. Gott begrenzt die Kraft des Bösen. Hier in der Offenbarung ist mit "alles neu” wirklich "alles neu" gemeint. Und zwar nicht brandneu und ganz neu erfunden. Das Alte wird verwandelt, es wird erneuert, das Bisherige wird anders. Gott sagt: Siehe, ich mache das, was da ist, neu. Eine neue Gestalt. Eine neue Zukunft. Eine neue Richtung. Und auch was misslungen ist, Gott verändert es. Die Tränen werden abgewischt und verwandelt. Deine Tränen führen ins Leben. Unsere Toten haben dieses Neue längst erlebt. Sie sind verwandelt. Daran glaube ich felsenfest. Und ich will es auch erleben. Auferstehung.

…und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein…

Liebe Leserinnen und Leser, ich liebe diese Worte. Ich brauche sie. Den Glauben daran, dass nach dem Tod etwas kommt, diese Hoffnung wird mir niemand nehmen. Nicht mal mein eigener Zweifel. Nach dem Tod beginnt etwas Neues. Auferstehung. Neues Leben. Wie und wo das geschehen wird – keine Ahnung, darüber wissen wir nichts. Aber genau dieser Glaube, dass da etwas kommt, ist so etwas wie der Motor des christlichen Glaubens seit 2.000 Jahren. Jetzt schon und dann erst recht wird sich erweisen, dass Gott Gott ist und wir sind seine Menschen.

An unzähligen Gräbern hat sich dieser Satz schon als wahr erwiesen. Da ist ein Mensch gestorben und in mir kann das Gefühl entstehen: Jetzt ist alles aus. Ich bin am Ende. Ohne diesen Menschen kann ich nicht mehr leben. Es gibt keine Zukunft. Es gibt kein Weiterleben. Es ist unvorstellbar, überhaupt den nächsten Tag zu schaffen. Und dann kommt der nächste Morgen und der Schmerz ist immer noch unglaublich groß und alles ist unfassbar. Und doch schlägt dein Herz und du stehst auf und ziehst dich an. Und es beginnt ein neuer Tag. Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!

Sehnsucht nach Neuem

Siehe, alles neu. Vielleicht kennen Sie auch diese Sehnsucht. Dass etwas neu wird. Einfach anders. Auch im Kleinen. Meine Frau zum Beispiel steht gerne in unserer Wohnung und sagt: Ich habe so Lust, hier etwas umzugestalten. Das Schlafzimmer zu verlegen. Oder wenigstens im Wohnzimmer mehr Farbe an die Wände oder jetzt doch endlich eine neue Couch oder zwei Sessel. Die alte Couch hat ihr eigentlich nur beim Kauf ganz gut gefallen. Das ist jetzt genau 20 Jahre her.

Alles neu? Ich glaube, es gibt diese Sehnsucht nach dem Neuen in vielen Menschen. Und das hat auch mit den Veränderungen zu tun, die wir erleben. Ich habe schon viel Kleidung. Ich habe mehrere Paar Schuhe. Aber ich kaufe dann doch wieder ein Paar neue Turnschuhe, die anderen sind jetzt echt durch. Ich koche gerne und habe eigentlich ausreichend Dinge dafür in unserer Küche. Und trotzdem liebe ich es durch Küchengeschäfte zu streifen und mal zu schauen: Könnte ich nicht doch noch irgendetwas ganz dringend brauchen, einfach unbedingt.

Der christliche Glaube ist ein Glaube an die Erneuerung. An das Refreshment. Dass es immer einen Anfang gibt. Für fromme Menschen ist keine Situation für immer ausweglos. Nie. Überall lauern Wege und Lösungen. Menschen leben nach vorn, in die Zukunft. Die entscheidende Frage ist immer, woFür stehe ich heute auf? WoFür mache ich etwas? Allein dass ich aufgestanden bin, ist schon ein Zeichen, dass ich Zukunft habe. Ich will heute etwas – aufstehen. Wo hingehen. Jeder Tag bietet viele Chancen. Das beste Bild dafür ist aus meiner Sicht der Schlaf. Zur Nacht schlafe ich ein und das ist ja immer wie so ein kleines Sterben. Was wohl die Nacht bringt? Je älter man wird, desto interessanter sind die Nächte. Und dann wache ich auf. Dieser Moment des Aufwachens, wo ich manchmal gar nicht genau weiß, wo ich gerade bin, wieviel Uhr, welche Stadt, welcher Wochentag. Und alles beginnt wieder von vorne. Wie ich mich aufs Frühstück freue. Ich kenne Frühstücken, aber es ist einfach schön eine Tasse Tee zu trinken und ein Glas Orangensaft zum Müsli.  Jeden Morgen ist es neu schön.

Hannah Arendt - Anfänger sein und immer werden

Die aus Deutschland stammende jüdische Philosophin Hannah Arendt hat über das Geborenwerden nachgedacht, über das Neu-in-die-Welt-Kommen.

"Weil jeder Mensch aufgrund des Geborenseins ... ein Anfang und Neuankömmling in der Welt ist, können Menschen Initiative ergreifen, Anfänger werden und Neues in Bewegung setzen. Der Neuanfang ... mutet uns ..., wo wir ihm ... begegnen, immer wie ein Wunder an.”[1]

Das habe ich vor ein paar Tagen im Kalender "Der Andere Advent" gelesen. Ich finde, das passt sehr gut zur Jahreslosung und es passt zur Weihnachtszeit. Gott hat einen Neuanfang gemacht. Mit Jesus. Für uns. Mit Weihnachten im Rücken können wir jeden Tag neu anfangen.

Mit jedem Menschen kommt etwas in die Welt, was es so noch nie gegeben hat. Jede und jeder von uns sieht unterschiedlich aus und denkt verschieden. Und handelt entsprechend.

Es ist ein Wunder, sagt Hannah Arendt. Jeder wirkliche Neuanfang steht im Widerspruch zu dem, was wahrscheinlich ist. Zu dem, was statistisch zu erwarten wäre. Zu dem, was sich aus der Vergangenheit scheinbar zwingend ergibt. Wo etwas wirklich neu beginnt, geschieht das Unwahrscheinliche. Das den Unterschied macht. Das Neue hat immer ein bisschen mit einer Geburt zu tun. Wie das Weihnachtswunder. Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu.

Damit etwas neu wird, braucht es gutes Zuhören. Politik braucht ein Klima, braucht Räume, wo Menschen sich zeigen dürfen mit allem, wie sie sind. Wo sie reden dürfen. Und andere hören ihnen zu. Ohne Hören hat das Neue keine Chance. Kirchen sind gute Zuhör-Orte. Für Hannah Arendt sind die Kirchen eigentlich der einzige öffentliche Versammlungsort, wo es auf Äußerlichkeiten nicht ankommt. Wenn sich die Diskriminierung in die Gotteshäuser einschleicht, dann ist dies – so Arendt - ein untrügliches Zeichen für das religiöse Versagen der Kirchen. Kirche muss und wird immer ein Ort für den offenen Dialog der Menschen sein.

Eine Kirche neu aufbauen

Vor drei Wochen habe ich etwas für mich vollkommen Neues erlebt und ich staune immer noch darüber. In Utting am Ammersee ist vor vier Jahren die evangelische Christuskirche niedergebrannt. Eine Holzstabkirche, die von außen im nordischen Stil mit halbierten dünnen Fichtenstämmen beplankt ist. Das sieht wunderschön aus und brennt wie Zunder. Die Christuskirche musste nach dem Brand komplett abgerissen werden. Da war nichts mehr zu retten. Und schon wenige Tage nach dem Brand beim Trauergottesdienst um die Kirche spüre ich: Hier ist Energie für einen Neuanfang da.   Unzählige Menschen tun sich zusammen und helfen dabei mit. In Utting entsteht eine richtige Bürgerbewegung pro Christuskirche und zwar nicht nur bei den Frommen und nicht nur bei den Evangelischen. Der ganze Ort ist sich einig: Wir sind Christuskirche. Ein Landwirt aus der Umgebung bietet seinen Wald an. Dort werden die Bäume gefällt und längs durchgesägt. Viele helfen mit. Und dann wird geschepst. So nennt man das aufwändige Entfernen, Schälen der Rinde vom Stamm von Hand. Wochenlang wird geschepst von ganz vielen Freiwilligen. Von Maria, die Bilanzen prüft und so etwas noch nie gemacht hat. Von Enno, der Handwerken liebt, aber im Hauptberuf Busfahrer ist. Oder Jule, die nächstes Jahr ihre Mittlere Reife macht. Sie alle erleben hier Gemeinschaftsgeist vom Feinsten. Und bei der Einweihung stehen diese Frauen und Männer, die geschepst haben, vor ihrer Kirche mit Tränen in den Augen. Siehe, ich mache alles neu.

Die Sonne kommt, singen die Beatles, nach einem langen dunklen Winter. Das Leben kommt zurück. George Harrison schreibt den Song in einer für schwierigen Situation. Januar 1969. Im Februar muss er sich die Mandeln entfernen lassen, was heißt das fürs Singen? Im März wird Harrison vorübergehend verhaftet – die Polizei hat ihn mit Marihuana erwischt. Und außerdem sind die anderen Bandmitglieder und er verstritten, er überlegt die Band zu verlassen. Das alles im Winter. Der Winter in England scheint einfach kein Ende zu nehmen. Und so reist er in die USA – und dort bei einem Freund entsteht "Here comes the Sun".  Mit einer Gitarre draußen im Garten komponiert und singt Harrison sich quasi wieder neu ins Leben. Here comes the sun. Und auch das Lächeln kommt zurück in unsere Gesichter.

An jedem neuen Tag

Ich mag den Sommer. Ich mag den Winter. Ich mag die Unterschiede. Es gibt Menschen, die es am liebsten immer warm hätten. Immer Sommer. Immer Sonne. Ich mag auch den Frühling und den Herbst, und den Winter jetzt. Es gibt doch nichts Schöneres, als einem klirrend kalten Tag warm eingepackt im Schnee oben auf einem Berg zu stehen und die Sonne auf der Haut zu spüren. Wenn alles so glitzert und funkelt, alles hell und schön ist, dann spüre ich: Es fängt alles wieder an. Und es fängt neu an. Jeder Tag ist ein Geschenk. Gottes Geschenk an die Welt. Und jede Nacht auch. Und alle Jahreszeiten.

Das gilt auch für den heutigen Neujahrstag. Ich bin aufgestanden und Sie auch. Ich lebe, ich kann mich regen, ich kann sprechen. Und hören. Ich kann Kaffee trinken. Oder Tee. Es beginnt mit dem Morgen und dann kommt der Mittag. Und mit Sicherheit wird es heute Nachmittag eine gute Zeit geben – mit mir allein oder mit meinen Lieben. Vielleicht gehen wir spazieren. Am Abend rufe ich Lilo an. Und in der Nacht erhole ich mich und freue mich auf morgen. Jeder Tag, jede Nacht – Gott macht alles neu. Und der fängt auch heute damit wieder an. Er ist der große Anfänger. Ein Neu-Macher aus Liebe.

Gott ist mit uns am Abend und am Morgen

und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

 

Vaterunser

Vater unser im Himmel

Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe,

wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit

in Ewigkeit.

Amen.

 

Segen

Der Herr segne dich und behüte dich;

der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;

der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

[1] Hannah Arendt, Vita activa. Oder: Vom tätigen Leben, Erweiterte Neuausgabe, Piper: München/Zürich 2020, 242f.

Die Evangelische Morgenfeier

"Eine halbe Stunde zum Atemholen, Nachdenken und Besinnen" - der Radiosender Bayern 1 spielt die Evangelische Morgenfeier für seine Hörerinnen und Hörer immer sonntags von 10.32 bis 11.00 Uhr. Dabei haben Pfarrerinnen und Pfarrer aus ganz Bayern das Wort. "Es geht um persönliche Erfahrungen mit dem Glauben, die Dinge des Lebens - um Gott und die Welt."

Sonntagsblatt.de veröffentlicht die Evangelische Morgenfeier im Wortlaut jeden Sonntagvormittag an dieser Stelle.