Am Montag (3. Oktober) öffnen die Moscheen in Deutschland wieder ihre Türen. Am "Tag der offenen Moschee" seien Bürgerinnen und Bürger bundesweit zum Besuch der muslimischen Gotteshäuser eingeladen, erklärte der Zentralrat der Muslime (ZMD) mit Sitz in Köln und Berlin.

Rund 740 Standorte nehmen teil, darunter etwa die Zentralmoscheen in Köln und Frankfurt sowie die Berliner Sehitlik Moschee. Gleich acht Moscheen oder muslimische Vereine aus München beteiligen sich. Insgesamt stehen im Freistaat über 60 Moscheen Besucherinnen und Besuchern offen.

Moscheen nicht nur Gebetsstätten

Der Tag steht in diesem Jahr unter dem Motto "Knappe Ressourcen - große Verantwortung". Die Auswirkungen der Klimakrise ließen sich in vielen Teilen der Welt, zuletzt etwa bei der verheerenden Flutkatastrophe in Pakistan, beobachten, sagte der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek.

"Die Bekämpfung des Klimawandels bedarf tiefgreifender struktureller Veränderungen im Verhalten auch bei uns Muslimen, Moscheen sowie muslimische Einrichtungen."

Angesichts der bevorstehenden Krisen müssten daher auch Moscheegemeinden ein stärkeres Bewusstsein entwickeln und vermitteln, heißt es im Programm zum "Tag der offenen Moschee". Denn Moscheen seien nicht nur Gebetsstätten, sondern auch Orte der Bildung, Begegnung und Sensibilisierung.

Tag der offenen Moschee seit 25 Jahren

Der Tag der offenen Moschee, der seit 1997 jährlich am Tag der Deutschen Einheit stattfindet, wird seit 2007 von den Islamischen Religionsgemeinschaften organisiert, die im Koordinationsrat der Muslime (KRM) organisiert sind. Zum Koordinationsrat gehören der Zentralrat der Muslime, die Türkisch-Islamische Union (Ditib), der Islamrat und der Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) sowie die Union der Islamisch-Albanischen Zentren in Deutschland (UIAZD) und der Zentralrat der Marokkaner in Deutschland (ZRMD).