Jenseits von Eden

Es war Eva.

Sie hat mich zum ersten Mal aus dem Paradies vertrieben. Aus meinem Teenager-Vorstadt-Kleinfamilien-Paradies. Das war natürlich gar nicht immer so paradiesisch. Aber behütet. Umzäunt gewissermaßen und schön ordentlich wie ein gepflegter Garten. Ich war sicher darin. Mir konnte nichts passieren.

Und dann hat meine Schulfreundin Eva sich das Leben genommen.

Da hat mein Leben seine Unschuld verloren. Ich stand da wie nackt. Vertrieben aus allem, was zuvor gewesen ist.

Spätestens da habe ich begriffen: Es gibt nicht auf alles eine Antwort, nicht immer ein eindeutiges Richtig oder Falsch. Und es ist nicht so einfach, sich sicher zu sein in dem, was man tut. Zu unterscheiden: Was ist böse, was ist gut, was sinnvoll und was nicht?

Was wissen wir überhaupt, was haben wir im Lauf unseres Lebens gelernt?

Auch wenn wir noch so klug und gebildet sind, wir machen Dummheiten in der Welt, sind zerstörerisch. Oder einfach nur träge. "Wird schon alles gut gehen", reicht eben nicht immer. Oder nicht mehr.

Im Lauf unseres Lebens verlieren wir mehrmals unsere Unschuld und werden aus dem Paradies vertrieben. Das gehört zum Menschsein dazu. Darum steht die uralte Geschichte vom Garten Eden in der Bibel.

Und die Schlange war schlauer als alle Tiere auf dem Felde, die Gott der HERR gemacht hatte, und sprach zu der Frau: Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von allen Bäumen im Garten? Da sprach die Frau zu der Schlange: Wir essen von den Früchten der Bäume im Garten; aber von den Früchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Esset nicht davon, rühret sie auch nicht an, dass ihr nicht sterbet! Da sprach die Schlange zur Frau: Ihr werdet keineswegs des Todes sterben, sondern Gott weiß: an dem Tage, da ihr davon esst, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist.

Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. Und sie nahm von seiner Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon und er aß.

Da wurden ihnen beiden die Augen aufgetan und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren, und flochten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze.

Und sie hörten Gott den HERRN, wie er im Garten ging, als der Tag kühl geworden war. Und Adam versteckte sich mit seiner Frau vor dem Angesicht Gottes des HERRN zwischen den Bäumen im Garten.

Und Gott der HERR rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du?

Und er sprach: Ich hörte dich im Garten und fürchtete mich; denn ich bin nackt, darum versteckte ich mich. Und er sprach: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du gegessen von dem Baum, von dem ich dir gebot, du solltest nicht davon essen? Da sprach Adam: Die Frau, die du mir zugesellt hast, gab mir von dem Baum und ich aß. Da sprach Gott der HERR zur Frau: Warum hast du das getan? Die Frau sprach: Die Schlange betrog mich, sodass ich aß.

Da sprach Gott der HERR zu der Schlange: Weil du das getan hast, seist du verflucht vor allem Vieh und allen Tieren auf dem Felde. (…)

Und zur Frau sprach er: Ich will dir viel Mühsal schaffen, wenn du schwanger wirst; unter Mühen sollst du Kinder gebären. Und dein Verlangen soll nach deinem Mann sein, aber er soll dein Herr sein. Und zum Mann sprach er: Weil du gehorcht hast der Stimme deiner Frau und gegessen von dem Baum, von dem ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht davon essen –, verflucht sei der Acker um deinetwillen! Mit Mühsal sollst du dich von ihm nähren dein Leben lang. Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Kraut auf dem Felde essen. Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde wirst, davon du genommen bist. Denn Staub bist du und zum Staub kehrst du zurück. (1. Mose 3,1-19)

Wir sind geworden, was wir sind

Staub also. Nicht mehr, nicht weniger sind wir Menschen. Am Aschermittwoch ist es vielen auf die Stirn gezeichnet worden. Mit diesem Aschekreuz beginnt die Passionszeit. Wir wissen: Letztlich sind wir Staub.

Und Schweiß. Und Schmerz. Verfangen in hierarchischen Strukturen. Erwachsene Personen, gelandet auf dem Boden der Tatsachen. So jedenfalls werden sich Adam und Eva auf der Erde wiederfinden.

Natürlich erzählt die biblische Geschichte keine historische Wahrheit. Sie sagt nicht, seit wann. Sie sagt: Schon immer. Sie sagt: So seid ihr. So ist Leben, Menschsein. Und mit Sünde hat das alles erst einmal gar nichts zu tun.

Es ist eine Ur-Geschichte. Eine Grund-Geschichte, die trägt Menschheits-Grundwissen weiterträgt. Und sie erzählt von uns: Wir sind geworden, was wir sind: Denkende Wesen.

Ich mag, wie Bodo Wartke das singt: Der Mensch als denkendes Wesen, klar, mit allen Risiken und Nebenwirkungen. Und dann diese letzte kurze Zeile: Am liebsten denke ich - an dich.

Letztlich geht es um Beziehung, Zusammenleben. Auch im Garten Eden.

Wie das Leben einen Knacks bekam

Ich wünschte, wir könnten die Geschichte hören, als würden wir ihr zum allerersten Mal begegnen. Ohne die ganze dicke Deutungsgeschichte, die dann gekommen ist. Ohne die ganze Verachtung und Unterdrückung der Frau.

Denn von Satan, Sünde, Sündenfall ist hier nicht die Rede. Mit keinem einzigen Wort.

Also, betreten wir völlig unvoreingenommen einen Garten. Wir sehen zwei Menschenkinder. Die scheinen mit sich im Reinen und auch mit Gott und der Welt, also was für sie die Welt ist, Gottes Garten nämlich. Behütet leben sie dort im Grünen. Mit Tieren und Bäumen, die schenken Schatten und Früchte schenken. Alles für euch, hat Gott gesagt. Schmecket und sehet, wie köstlich das alles ist.

Nur den einen Baum in der Mitte des Gartens sollen sie in Ruhe lassen. Das dürfte ja wohl kein Problem sein. So weit so gut.

Bis die Schlange kommt. Im Hebräischen ist sie übrigens männlich, also, der Schlangerich. Die Schlange ist weder Dämon noch Teufelswesen. Sie ist einfach auch ein Geschöpf Gottes, ein besonders schlaues.

Was dann geschieht, ist großartig erzählt. Jedes Wort sitzt. Wie die Schlange sich anschleicht, scheinbar harmlos - und sie fragt geschickt: Sollte Gott gesagt haben…? Und die Frau antwortet ganz vertrauensselig: Nein, alles gut, wir dürfen von jedem Baum essen, nur von dem einen nicht. Und daran halten wir uns. Wir sind ja nicht lebensmüde. Gott hat es verboten.

So ist es einfach für sie. Unhinterfragt. Im tiefen Vertrauen zu Gott.

Doch dann dringt es wie Schlangengift in dieses Vertrauen: Nein, nein, keineswegs werdet ihr sterben, sagt die Schlange. Wenn ihr von diesen Früchten esst, wird euch so einiges klarwerden, und ihr werdet erkennen und verstehen und werden wie Gott.

Ende des Gesprächs.

Die Schlange hat nur mal gefragt. Sie gibt keinen Befehl, keine Handlungsanweisung. Aber einmal ausgesprochen, einmal den Gedanken zugelassen, es könnte auch anders laufen, als wie du bisher gelebt hast, du hast da bloß was falsch verstanden… - wird der Gedanke zum Selbstläufer.

Jetzt liegt es an Eva…

Die altorientalische Erzähltechnik kennt keinen inneren Dialog. Gedankengänge, Zweifel, die hat man mit äußeren Bildern und Figuren erzählt. Die Schlange also, wie eine innere Stimme, die mir was einreden will. Die Misstrauen sät. Und Möglichkeiten eröffnet.

Seit diesem Schlangengespräch gibt es keine Denkverbote mehr. Der verbotene Baum entfaltet seine ganze Anziehungskraft. Eva ist interessiert, neugierig. Erst mal den Baum genauer anschauen. Vor allem die Früchte. Köstlich sehen die aus. Nur mal gucken. Nur mal anfassen. Vielleicht riechen, hmmm…

Und dann zack, geht alles ganz schnell: Sie pflückt eine dieser wunderschönen Früchte, beißt rein und wendet sich zu Adam, "und gab ihrem Mann, der bei ihr war". Der stand also offenbar die ganze Zeit dabei. Wie ein Statist. Ein stummer Beobachter und Zuhörer, der kein Wort sagt. Und reinbeißt.

Das war's.

Ihr bisheriges Garten-Dasein hat einen Knacks bekommen. Sie wissen noch nicht was das heißt.

"Der Knacks, das ist der Moment, in dem das Leben die Richtung wechselt und nichts mehr ist wie zuvor."[1] So beschreibt es Roger Willemsen. Ich höre den Biss in die Frucht wie einen Knacks, wenn man in einen frischen Apfel beißt. Obwohl es ja gar kein Apfel war, wie wir heute wissen. Eine schöne andere Frucht. Vielleicht weich und saftig wie eine frische Feige. Dann hätte nichts geknackt. Ein paar Kaugeräusche, ein bisschen Saft vom Kinn wischen. Und schon gibt es kein Zurück mehr. Die ersten Menschen sind auf den Geschmack gekommen.

Völlig nackt stehen sie da. Das hat vorher nie eine Rolle gespielt hat, ihr Nacktsein, ihre schutzlose, offensichtliche Verwundbarkeit, so schutzlos. Sich nackt voreinander zeigen, das braucht vertraute Nähe. Und die haben sie nun verloren.

Schnell schützen sie sich mit Feigenblättern. Notdürftig, aber einfallsreich. Sie setzen sich mit der Situation auseinander, finden zeitnahe Lösungen. Ich finde, das ist schon eine Leistung und sehr vernünftig. So was wird heute gesellschaftlich hoch anerkannt: Das eigene Leben auf die Reihe kriegen. Sich zu helfen wissen. Denn: Sie leben weiter. Sie sind nicht gestorben. Da hat die Schlange recht gehabt: Ihr werdet keineswegs des Todes sterben. Diese ersten Menschen wissen jetzt, was ihnen alles möglich ist. Wissen, wie das Leben schmeckt.

Die Schlange hat die Wahrheit gesagt, nicht Gott. Das ist doch verrückt. Ein Knacks – zwischen ihnen und Gott…

Mensch, wo bist du?

Am Abend hören Eva und Adam, wie Gott durch den Garten spazieren geht. Sie möchten ihm nicht unter die Augen kommen, den Kontakt unbedingt vermeiden. Also verbergen sie sich vor ihm.

Gott aber will Kontakt mit seinen Menschenkindern. So hat er sie geschaffen – als Gegenüber, als Zusammen-Menschen, fähig Beziehung aufzunehmen, sich zu zeigen. Doch sie entziehen sich und machen dicht.

Gott bleibt.

Wo bist du, fragt er in den Abend. Mensch, Adam, wo bist du?

Ich glaube, Gott fragt bis heute so. Wieder und wieder. Oder mehr denn je? Wo bist du gelandet, Mensch, wo bist du da bloß hineingeraten, wohin hast du dich verloren? Mensch…

Und dann finden sie sich und die beiden stehen vor Gott. Und reden sich raus. Die Frau war´s, die Schlange war´s. The Blame Game. Schuld haben immer die anderen. Sie winden sich in ihren Antworten. Das tut ihnen gar nicht gut. Aber Gott bleibt bei ihnen. Hört sich alles an - vielleicht kommt ja noch was?

Nein, kommt nicht. Sie sprechen kein befreiendes: Ja, Gott, das haben wir getan. Es war ein tolles Gefühl, nach dieser Frucht zu greifen. Mal was ausprobieren. Was Verbotenes tun, an die Grenzen gehen, die Freiheit schmecken. Selbstbestimmt handeln. Und dazulernen. Wissensdurst stillen. Hast du uns nicht so geschaffen, Gott?

So wäre es ein würdiges Gespräch geworden. Fast wie auf Augenhöhe. Ohne Ausflüchte. Ohne Sich-Verstecken, ohne Scham, offen und frei, gottwohlgefällig.

Gute Kommunikation - diese Lernaufgabe nehmen Adam und Eva aus dem Garten Eden mit: Wie reden wir miteinander? Über Vergangenes. Über Schuld. Über Sehnsucht und Wünsche. Wie tauschen wir uns aus? Mit anderen und mit Gott.

Zeig dich, keine Angst, steh zu dir. Das ist die Lernaufgabe. Die nehmen sie mit in ihr Erdenleben. Und das andere auch, das, was wie Bestrafung klingt. Es gehört ebenso zu Gottes Schöpfung wie zuvor das schöne nackte Leben mit Rundumversorgung. Bitte, lasst uns das nicht als Strafe eines beleidigten Schöpfer-Gottes lesen! Die Schmerzen beim Kinderkriegen, die Geschlechter-Ungleichheit, den Kampf gegen Hunger, die schwere Arbeit des Überlebens, mit Niederlagen umgehen lernen, sich auseinandersetzen mit dem Tod. Erdenleben halt. Mit allen Schattenseiten. Mit Unrecht auch. Und darum mit der ständigen Herausforderung, das Leben gut und sinnvoll zu führen.

Mit dem gewonnenen Wissen den neuen Garten besser hüten.

Und Gott der HERR machte Adam und seiner Frau Röcke von Fellen und zog sie ihnen an. Und Gott sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner und weiß, was gut und böse ist. Nun aber, dass er nur nicht ausstrecke seine Hand und nehme auch von dem Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich! Da wies ihn Gott aus dem Garten Eden, dass er die Erde bebaute, von der er genommen war. Und er trieb den Menschen hinaus und ließ lagern vor dem Garten Eden die Cherubim mit dem flammenden, blitzenden Schwert, zu bewachen den Weg zu dem Baum des Lebens. (1. Mose 3,20-24)

Gott bleibt bei uns Menschen

Wie eine zweite Haut bekommen sie Röcke aus Fell. Gegen die Kälte. Das steht kulturgeschichtlich auch für Rang und Würde. Die Zivilisation entsteht. So sind wir heute. Und Gott sieht uns Erden-Menschen. Gott bleibt - auch jenseits von Eden.

Wir sind das. Wir sollen nachdenken, was gut und böse ist. Unterscheiden lernen.

Unseren Verstand für das Gute einsetzen.

Und unsere Endlichkeit annehmen: Staub bist du und zum Staub kehrst du zurück.

Dieses Staub-Sein macht mich nicht klein. Nicht schmutzig. Es macht mich demütig. Und leicht.

Sich klarmachen, Staub bist du und zum Staub kehrst du zurück - das schützt gegen Größenwahn und Machtmissbrauch. Und es ist durch und durch demokratisch. Alle Staub, alle gleich. Ohne Ansehen der Person, der Herkunft, der sexuellen Orientierung, der Bildung. Einfach Menschen.

Es geht in der Schöpfungsgeschichte nicht um ein philosophisches Menschsein an sich. Nicht der Mensch, Einzahl, die Menschen, Mehrzahl. Es ist nicht gut, dass der Mensch allein, vereinzelt sei. Seid gesellig, seid solidarisch, aufmerksam aufeinander. Adam und (!) Eva. Mit Zwischenraum.

Denn zwischen Menschen – da wächst beständig so ein Raum, eine Erinnerung an den Garten vielleicht, ohne Cherubim davor – und in diesen Zwischenraum können wir uns flüchten, da sind wir geborgen und es wird leichter, die Welt auszuhalten, wenn sie allzu verrückt spielt, diese Welt jenseits von Eden. Sie braucht kluge und beherzte Menschen.

Freispruch für Eva

Darum, bin ich froh und dankbar, dass Eva die Frucht gepflückt hat. Und dass sie reingebissen hat. Und Adam auch. Friedrich Schiller hat das einmal als die glücklichste Begebenheit in der Menschheitsgeschichte bezeichnet. Weil es so angefangen hat: Das Hinterfragen, Entscheiden, Erkennen. Also, nicht von einem vermeintlichen Sündenfall, eher von einem Glücksfall erzählt die Bibel, sagen manche.

Du hungerst nach Glück, Eva,

und fürchtest dich den Apfel zu pflücken,

den dein Gott dir verboten hat

vor dreitausend Jahren, du junges Geschöpf!

(…)

Er hat noch nie die Furchtsamen beglückt, der alte Gott.

Er gab dir deinen Hunger, deine Hände:

Greif zu und iss – dann dulde![2]

Und: Mach was draus. Nutze deinen Verstand.

Ich möchte gerne einen Freispruch für Eva beantragen. Und ihr danke sagen. Ohne dein Handeln, ohne dein beherztes Zugreifen, deine Neugier und Leidenschaft – wir wären keine verantwortungsbewussten, kritischen, freidenkenden Wesen. Und die braucht es.

Heute ist der Todestag von Sophie Scholl, von ihrem Bruder Hans und von Christoph Probst, diesen jungen Erwachsenen aus der Widerstandsbewegung "Die Weiße Rose". Heute vor 83 Jahren sind sie von den Nationalsozialisten hingerichtet worden. - Ihre Bildung, auch ihr christlicher Glaube haben Sophie so stark und mutig gemacht. Sophie ist anfangs noch Mitglied beim Bund Deutscher Mädel und hofft lange auf Gutes für ihr Heimatland. Doch Sophie schaut und hört genau hin und beginnt zu hinterfragen, zu denken und zu handeln. Sie bleibt nicht gleichgültig.

Eine würdige Nachfahrin von Eva.

Für die Freiheit.

In zwei Wochen sind Kommunalwahlen in Bayern. Etwa 10 Millionen Menschen sind stimmberechtigt. Wir leben in Freiheit und in einer Demokratie. Das hat sich immer so selbstverständlich angefühlt. Ich merke, wie sich das für mich ändert.

An der katholischen Frauenkirche in Nürnberg hängt zur Zeit riesengroß ein Plakat. Darauf steht: "Rechtsextreme Parteien und solche, die am Rande dieser Weltanschauung wuchern, sind für Christinnen und Christen nicht wählbar. Die Deutschen Bischöfe".

Wir essen täglich vom Baum der Erkenntnis. Und lernen zu unterscheiden.

Herr, erbarme dich.

 

[1] Roger Willemsen, Der Knacks, S. Fischer Verlag, Frankfurt a.M., 2008, Klappentext.

[2] Richard Dehmel: Gottes Wille: aus: Hundert ausgewählte Gedichte, S.Fischer Verlag, Berlin, 1918, S. 29.