"Kirche in Bayern"
Augsburg ist bundesweit die einzige Stadt mit einem eigenen gesetzlichen Feiertag. Am 8. August wird hier das Hohe Friedensfest gefeiert. Das Rahmenprogramm läuft schon. Dieses Jahr ist das Motto "Fürsorge". Darüber und über den Frieden erzählt Regionalbischof Axel Piper.
Auf einem kleinen Stadtspaziergang erklärt Regionalbischof von Augsburg/Schwaben Axel Piper das Augsburger Hohe Friedensfest

Das Thema Fürsorge lag schon länger in der Schublade des Friedensbüros Augsburg. Jetzt, nach der langen Pandemie ist es aktueller und passender denn je. Das findet auch Augsburgs Regionalbischof Axel Piper. "Corona hat uns nochmal in eine ganz andere Zeit katapultiert. Aufeinander Achtgeben, füreinander Dasein,  gemeinsames Schweigen aushalten und miteinander ins Gespräch kommen sind gerade sehr wichtig." Deshalb finden auch schon vor dem großen Feiertag Ausstellungen, Gesprächsrunden und Konzerte zum Thema statt. 

1530 hat in Augsburg alles begonnen

Begonnen hat aber alles im heutigen Rokokosaal der Regierung von Schwaben. Hier legten die Protestanten 1530 die Confessio Augustana vor. "Es soll ein schwüler Sommertag gewesen sein und die Augsburger lagerten in großer Menge im Garten. Als der Text auf deutsch vorgelesen wurde, konnten sie es durch die offenen Fenster hören. Und sie waren gespannt darauf, was die Protestanten zu sagen hatten", erzählt Piper. Allerdings markierte dieses Ereignis zunächst die Trennung, auf die lange Streitigkeiten und Kriege folgten und die erst mit dem Westfälischen Frieden 1648 beendet wurden. Erst da wurde Augsburg zur Friedensstadt.

Die große Friedenstafel auf dem Rathausplatz wird heuer durch kleinere, auf die ganze Stadt verteilte Picknicks ersetzt. Trotzdem lohnt sich ein Blick in den Goldenen Saal des von Elias Holl erbauten Rathauses. Hier werden traditionell alle drei Jahre die Friedenspreise verliehen. Zuletzt 2019 an den EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm und Kardinal Reinhard Marx. 

Ökumene kann immer noch besser werden

Dass die Ökumene aber immer noch besser werden kann, zeigt Piper an St. Ulrich und St. Afra. Die evangelische Ulrichskirche war ursprünglich die Eingangshalle von der katholischen St. Afrakirche. Beide Gebäude stehen also Wand an Wand. Leider wurde der Durchgang in der Agneskapelle zugemauert. "Es ist mein Herzenswunsch, dass diese Mauer bald fällt, wie auch schon viele andere Mauern gefallen sind", sagt der evangelische Regionalbischof. "Das wäre ein schönes Zeichen, wie sehr die beiden Konfessionen schon zusammengewachsen sind."

"TV-Tipp: Kirche in Bayern"

Kirche in Bayern - das ökumenische TV-Magazin

"Kirche in Bayern" ist das ökumenische TV-Magazin, das jeden Sonntag flächendeckend über verschiedene Lokal- und Regionalsender ausgestrahlt wird. Zum Beispiel auf TV München um 16.30 Uhr.

Alle Senderorte und -zeiten finden Sie unter www.kircheinbayern.de/ausstrahlung

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