28.12.2016
Ausstellung

DG zeigt Ausstellung "In Ewigkeit"

Innehalten und etwas bewusst erleben: Die Deutsche Galerie für christliche Kunst zeigt noch bis Februar eine Ausstellung zum Thema Ewigkeit.
Galerie der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst e.V.

Eine Gruppenausstellung zum Thema "Ewigkeit" präsentiert die Deutsche Galerie für christliche Kunst e.V. bis 4. Februar in München. Die Ausstellung möchte den Moment des "Innehaltens" und des "bewussten Erlebens" wieder bewusst machen, erklärte die Galerie zur Eröffnung. Mit Installationen, Videos, Fotografien und Gemälden werde das Verhältnis des Menschen zu seiner Lebenszeit ins Verhältnis gesetzt.

Der Tiroler Künstler Markus Bacher stammt aus Kitzbühel und studierte Kunst in Wien. In seinen Gemälden beschäftigt sich er mit der Disruption von Zeit. Judith Egger stammt aus Bayern und lernte an der Holzschnitzschule in Oberammergau. Ihre Installationen fressen sich wie Parasiten in die Räumlichkeiten der Galerie: Dort steht ein riesiges, steinartiges Gebilde, dass von verschiedenen Materialien benetzt wird. Monika Huber aus München erstellt mit ihrem Fotoapparat "situative Porträts" der Menschen. Der Regisseur Werner Penzel ist mit seinen Videoarbeiten vertreten. Weitere Werke in der Galerie zeigen die Arbeiten von Bettina Khano, Robert Lax, Christof Salzmann, Yukara Shimizu, Erik Sturm, Viron Erol Vert und Leo Zogmayer.

Künstlerische Auseinandersetzung mit der Ewigkeit

Die Ausstellung will neue Denkräume öffnen und stellt dem Betrachter viele Fragen: Wo findet Ewigkeit statt und wie ist sie darstellbar? Der Mensch ist auf der Suche nach Antworten auf die ungelösten Rätsel des menschlichen Daseins, die uns heute wie damals bewegen, denn Ewigkeit lässt auch immer an Endlichkeit denken: Was ist Sinn und Ziel unseres Lebens? Was ist der Tod? Und schließlich: Was ist jenes letzte und unsagbare Geheimnis unserer Existenz – woher kommen wir und wohin gehen wir?

"Wenn man unter Ewigkeit nicht unendliche Zeitdauer,
 sondern Unzeitlichkeit versteht,
 dann lebt der ewig, der in der Gegenwart lebt."
(Ludwig Wittgenstein)

Der Regisseur Werner Penzel hat einen Dokumentarfilm gedreht mit dem Titel "Zen for Nothing". Er dokumentiert das Leben im Zen-Kloster Antaiji, wohin sich eine junge Frau aus der Schweiz hinbegibt und ihr Leben hinter sich lässt. "Zen for Nothing" schildert die Philosophie des Zen-Meisters Kodo Sawaki und dessen Umgang mit dem Alltag. Sein Leitspruch: "Whatever you may think - it's gone already".

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