Judentum in München
Neben Verfolgung und Vertreibung stehen auch die Themen Zuwanderung und Zuversicht im Mittelpunkt.
Das jüdische Zentrum in München
Das jüdische Zentrum in München.

Auf acht Litfaßsäulen erzählt eine Freiluft-Ausstellung der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) ab Sonntag (25. Juli) "Jüdische Geschichten aus München und Oberbayern". In 24 Kapiteln von A bis Z präsentiere die Schau beispielsweise Informationen über den ersten dokumentierten Juden der Stadt, über Emigration und Exil, die Frage von "Heimat" bis hin zu Talmud, Synagoge oder religiöse Strömungen im Judentum, teilte die IKG mit.

Freiluft-Ausstellung der Israelitischen Kultusgemeinde

Die Ausstellung sei ein Beitrag zum deutschlandweiten Festjahr "1.700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland" und bis 8. Oktober auf dem Münchner Jakobsplatz zugänglich. Für die Auftaktveranstaltung am Sonntagnachmittag haben Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) ihr Kommen zugesagt.

Neben Verfolgung und Vertreibung stünden auch die Themen Zuwanderung und Zuversicht im Mittelpunkt der 24 Kapitel. Das seien "vier Erfahrungen, die jüdische Geschichte in München seit jeher prägen", so die Ausstellungsmacher. QR-Codes auf den Tafeln verweisen auf Interviews und Filmclips.

München blickt auf mindestens 800 Jahre jüdische Geschichte zurück

Das Festjahr "1.700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland" stützt sich auf ein Edikt des römischen Kaisers Konstantin, das Juden den Weg in die Ämter der Kölner Stadtverwaltung ermöglichte. Die frühesten Belege für die Präsenz jüdischer Familien in Bayern stammen aus Regensburg und Bamberg und sind rund 1.000 Jahre alt. Die Münchner Geschichte der Juden lässt sich laut IKG durch die Person des 1229 erstmals urkundlich erwähnten Abraham de Municha auf mindestens 800 Jahre datieren.

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