2.04.2019
Ostern

Warum wir - keine - Osterkarten schreiben

Kurz vor Weihnachten sind die Postkästen voller Grußbriefe. Da wünschen sich die Menschen gegenseitig ein frohes Fest und ein gutes neues Jahr. Aber auch für Ostern gibt es spezielle Grußkarten. Aber kaum jemand verschickt sie. Wer das noch, bzw. wieder macht und ob das überhaupt „In“ ist, hat Elke Zimmermann herausgefunden.
Weihnachtskarten kann jeder - warum schreiben wir eigentlich keine Osterkarten? Dabei sind findige Marketingleute schon längst darauf gekommen, dass hier der Wiedererkennungswert einer Firma steigen kann.

Im Advent flattern sie in unsere Briefkästen, privat und geschäftlich erhalten wir Weihnachtsgrüße. Und viele von uns schreiben sie auch fleißig. Es ist eine regelrechte Flut. Wer fünfzig bis hundert Weihnachtskarten erhält, weiß nach einer Woche nicht mehr, wer was geschickt hat.

Eier, Blumen, Hühner und Lamm - die gängigsten Motive

Deshalb haben mittlerweile findige Marketing-Leute wie Alfred König die Osterkarte für sich entdeckt. "Manchmal frage ich bei Terminen im September, ob die Kunden überhaupt wissen, wer wir sind. Dann sagen sie - Sie sind doch die, die immer so schöne Karten schicken. Die hängt immer noch über meinem Schreibtisch." Alfred König mag Ostern, auch weil die Menschen dann bessere Laune haben als im Winter. Auch die Motive auf Osterkarten sind vielseitiger, fröhlicher und bieten mehr Möglichkeiten der Gestaltung. Ob man dann ein kitschiges oder ein geschmackvolles Motiv wählt, liegt am Kartenschreiber. Eins ist aber sicher: Ostergrüße werden allein dadurch schon mehr wahrgenommen, weil es nicht so viele gibt.

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efa