9.10.2017
"Kirche in Bayern"

Zwischen Kirchenasyl und Integration: Die Geschichte eines jungen Syrers

Für viele Flüchtlinge ist das Kirchenasyl der allerletzte Versuch, eine drohende Abschiebung abzuwenden. Als humanitäre Notlösung werden sie in den Räumlichkeiten einer Kirchengemeinde so lange untergebracht, bis sie eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen. Die Geschichte eines jungen Syrers, der versucht in Deutschland Fuß zu fassen.

In der Regel dauern Kirchenasyle zwei bis vier Monate in Bayern laut Auskunft der Ökumeneabteilung der bayerischen Landeskirche. In Kirchengebäuden oder Gemeinderäumen verbringen die Migranten diese Zeit, in der sie das Gebiet der Gemeinde nicht verlassen dürfen. Ansonsten können sie als Flüchtlinge ohne legalen Aufenthaltsstatus sofort abgeschoben werden. In den Herkunftsländern droht ihnen Gefängnis, Folter oder sogar der Tod. Zilan Sadon stammt aus Syrien. Von August bis Oktober 2015 lebte er in der Nürnberger Kirchengemeinde St. Jobst im Kirchenasyl.

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