3.01.2019
Digitale Kirche

Digitale Kirche: Fachtag über den "Multimedialen Kirchenraum"

Bildschirme und QR-Codes in der Kirche - ist das sinnvoll? Eine Tagung in Nürnberg beschäftigt sich mit der multimedialen Kirche.
Multimediale Kirche
Handbuch Multimediale Kirche.

Virtuelle Kerzen anzünden oder in einer Kirchenbank mit Bildschirm sitzen: So könnten Gemeindemitglieder künftig ihre Kirche digital nutzen. Ein Jahr lang hat ein bundesweites Projekt danach geforscht, wie die Kirche in Zeiten von Digitalisierung ausgestattet werden könnte. Nun liegen die Ergebnisse vor. Sie sollen am 10. Januar 2019 im Rahmen eines Fachtags im Haus Eckstein in Nürnberg vorgestellt werden, wie das Landeskirchenamt München mitteilte.

Wie kann der kirchliche Raum multimedial zugänglich gemacht werden?

Diese Frage stand am Anfang des Projektes, das gemeinsam von der Abteilung Publizistik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, der Hilfswerk-Siedlung, der Hochschule Mainz und der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz durchgeführt wurde.

Die Ergebnisse wurden in einem 57-seitigen "Handbuch multimediale Kirche" zusammengefasst. Die Einführung neuer Medien in den Kirchenraum sei "eine zeitaufwendige Sache", ist eines der Ergebnisse der Studie. Insbesondere die Frage nach den personellen Ressourcen und dem finanziellen Aufwand müssten geklärt werden, bevor es an die konkrete Umsetzung einer digitalen Anwendung gehe. Wichtig sei auch eine präzise Analyse. Diese müsse vorab klären, ob und in welcher Form eine multimediale Ausstattung des Kirchenraums überhaupt sinnvoll sei.

Handbuch mit technischem und inhaltlichem Überblick

Das Handbuch gibt einen Überblick über die verschiedenen technischen und inhaltlichen Überlegungen: Dazu gehören eine theologischen Reflexion ebenso wie eine Betrachtung der Architektur oder ethischen Fragestellungen zum multimedialen Kirchenraum. Interessant für die Gemeindearbeit sind die Beschreibungen konkreter Anwendungen.

In verschiedenen Projektkirchen wurden multimediale Anwendungen getestet: Pilgerwege wurden mit QR-Codes gekennzeichnet,  ein digitales Gästebuch und ein digitales Gesangbuch eingesetzt. Andernorts wurde eine multimediale Bank aufgestellt oder eine Multimediawand. Die Broschüre informiert über die technischen und funktionalen Anforderungen solcher Einrichtungen und fasst die wichtigsten Erkenntnisse in einem Leitfaden für Gemeinden zusammen.

Handbuch Multimediale Kirche

Sie können das Handbuch Multimediale Kirche als PDF hier herunterladen.

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