30.11.2020
Adventszeit Krippen

Ökumenischer Krippenweg in Regensburg führt zu 61 Stationen

In Regensburg gibt es einen ökumenischen Krippenweg. Mit 61 Stationen und mehr als 100 Krippen erzählt er von den Ereignissen im Stall zu Bethlehem.
Krippenszene mit Ochs und Esel
Ochs und Esel stehen traditionell am häufigsten neben der Krippenszene, auch wenn es in der Bibel im Neuen Testament dafür keinen Beleg gibt.

In Regensburg ist der erste ökumenische Krippenweg eröffnet worden. Mit 61 Stationen und mehr als 100 Krippen erzählt er von den Ereignissen im Stall zu Bethlehem, sagte der Regensburger evangelische Regionalbischof Klaus Stiegler bei der Eröffnung. Die filigranen Kunstwerke aus aller Herren Länder erinnerten die Menschen "an die Geburt eines Kindes, in dem Gott selbst in die Welt hineinkommt". Dieses Ereignis sei eine "Sternstunde der Welt".

Als die Idee des Krippenweges Anfang des Jahres entstand, habe noch niemand etwas vom Coronavirus geahnt, sagte Stiegler. Aber gerade in Zeiten der Pandemie könnten die Krippen zeigen, wie sehr das Licht von Weihnachten gebraucht werde. "Weihnachten ist auch im Jahr 2020 da und spricht davon, dass Gott uns im Leben nahe ist und uns beisteht", sagte Stiegler.

Regensburg: Ökumenischer Krippenweg mit 61 Stationen

Der Regensburger katholische Bischof Rudolf Voderholzer bezeichnete die Geburt Jesu als das "Urgeschenk Gottes an den Menschen". Es sei das einzige Ereignis der Weltgeschichte, das so dargestellt werden könne, "als ob es sich hier bei uns ereignet hat". Es sei "die großartige Zusage Gottes an den Menschen, dass er einer von uns wird", sagte Voderholzer. Seine Hoffnung sei, dass sich dies durch den Krippenweg vermitteln ließe.

Die Krippe sei darüber hinaus geeignet, die Menschen zusammenzuführen. Das gelte nicht zuletzt auch für die beiden christlichen Kirchen. Die Trennung der Kirchen sei "eine schmerzende Wunde" im Herzen der Christenheit, sagten die Bischöfe. Umso größer sei die Freude, dass die Idee des Krippenwegs gemeinsam entfaltet werden konnte. Bei der Umsetzung beteiligten sich ferner die Stadt Regensburg sowie der Regensburger Krippenverein.

Gezeigt werde eine Fülle von Krippen, so sind unter anderem so historisch bedeutsame Krippen wie die in der Basilika St. Emmeram zu sehen, wie auch eine Pralinenkrippe in einem Café der Altstadt bis hin zur spiegelnden Inszenierung des Bildhauers Dominik Schleicher in der Niedermünsterkirche, von der spätbarocken Komposition aus Heiliger Familie und den Heiligen Drei Königen im Dom bis hin zur schwebenden Bretterkrippe im Alumneum, dem Haus der Evangelischen Kirche. Die Krippen sind in den Gassen, in Schaufenstern, Foyers und Kirchen aufgebaut und können Pandemie-konform besucht werden. Unter dem Motto "Regensburg folgt dem Stern" führt der Krippenweg noch bis zum 6. Januar durch die Altstadt und den nördlich der Donau gelegenen Stadtteil Stadtamhof.

Der Krippenweg kann unter diesem Link als PDF heruntergeladen werden.

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