Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände

Neues Veranstaltungsformat

Strandkorb-Openair in Nürnberg
Strandfeeling auf grüner Wiese mit Fußballstadion im Hintergrund und dazu Live-Musik – die Fantasie hätte kaum ein solches Szenario hervorbringen können, wie es seit Mitte Juli beim Strandkorb Openair regelmäßig im Nürnberger Volkspark Dutzendteich zu sehen ist. Ohne Corona hätte es ein solches Veranstaltungskonzept wahrscheinlich nie gegeben.

Geschichte

Ausstellung im Nürnberger Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände
Das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg beleuchtet mit einer neuen Ausstellung die Geschichte der Stadt. Die Schau mit dem Titel "Nürnberg - Ort der Reichsparteitage. Inszenierung, Erlebnis und Gewalt" soll bis Ende 2023 zu sehen sein.

Holocaust-Gedenken

Max-Mannheimer-Platz
Die Staatsregierung hat ein Gesamtkonzept beschlossen, um die Erinnerungsarbeit an das NS-Regime weiterzuentwickeln und zu sichern. Es sind unter anderem Baumaßnahmen in Dachau und Nürnberg geplant. Die Landtags-Grünen finden das Konzept mutlos.

Geschichte und Zukunft

Julia Lehner, Florian Dierl und Annekatrin Fries
Das "schwierige Erbe" der Jahre zwischen 1933 und 1945, als die Nationalsozialisten Nürnberg zur "Stadt der Reichsparteitage" auserkoren hatten, gehört zu Nürnberg mindestens genauso wie Albrecht Dürer und die "Drei im Weggla". Das wissen auch Annekatrin Fries vom Nürnberger Kulturreferat und Florian Dierl, Leiter des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände.

Musik im Nationalsozialismus

Sie wäre die Krönung der aufwändigsten Selbstinszenierung der Nationalsozialisten überhaupt geworden. Doch kurz vor ihrem ersten Einsatz wurde der Reichsparteitag 1939 abgesagt, und Friedrich Jungs "Feierstunde" nie gespielt. Der Bayreuther Musikwissenschaftler Tobias Reichard hat zumindest einen Teil dieses gewaltigen Musikwerks in einem Berliner Archiv entdeckt. Es spielt auch in der Ausstellung "Hitler.Macht.Oper" im Nürnberger Doku-Zentrum eine Rolle.

Nebelkerzen eines Berufszeitzeugen

Blick in die Ausstellung »Albert Speer in der Bundesrepublik« im Nürnberger Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände.
"Von den scheußlichen Dingen habe ich nichts gewusst": Nach seiner Entlassung aus der Spandauer Haft sagte Hitlers Architekt Albert Speer nichts anderes als die meisten Deutschen nach dem Krieg. Er strickte erfolgreich an der Geschichte des von Hitler verführten, unpolitischen Technokraten und machte als Berufszeitzeuge eine zweite Karriere. Eine sehenswerte Ausstellung des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände in Nürnberg widerlegt anhand über Jahrzehnte gesammelter Forschungsergebnisse Speers Legende.

Verfolgung im Nationalsozialismus

Die Holocaust-Überlebende Batsheva Dagan vor Schülern des Martin-Behaim- sowie des Albrecht-Dürer-Gymnasiums Nürnberg im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände.
45554 ist die Nummer, die Batsheva Dagan auf ihrem linken Oberarm trägt. Tätowiert in Auschwitz. "Ein Anagramm, eigentlich eine Glückszahl, oder?", lächelt die 91-Jährige die Gymnasiasten an, die ihr im Doku-Zentrum auf dem Nürnberger Reichsparteitagsgelände lauschen. Sie sollen in den kommenden Wochen lernen, anderen Schülern die Geschichte des "Dritten Reiches" näherzubringen. Und wer könnte dabei eine bessere Lehrerin sein, als eine Holocaust-Überlebende?

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