Frauen

Rassismusvorwurf

»Kann etwa ein Mohr seine Haut wandeln oder ein Panther seine Flecken?« - Bei der Übersetzung von Jeremia 13,23 ging es den Revisoren des Luthertextes darum, das hebräische Sprachbild plausibel wiederzugeben.
Die feministische Theologin Eske Wollrad (Hannover), hat den Übersetzern der revidierten Lutherbibel 2017 Rassismus vorgeworfen, weil in Jeremia 13,23 der Begriff "Mohr" benutzt wird. Hier wird mit zu großem Besteck hantiert, findet Thies Gundlach in seinem Gastkommentar. Gundlach ist einer der drei theologischen Vizepräsidenten des Kirchenamts der EKD. Er leitet dort das Referat "Theologische Grundsatzfragen".
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Feministischer Jesusfilm

Jesus (Joaquin Phoenix) tauft Maria Magdalena (Rooney Mara).
Der australische Regisseur Garth Davis erzählt in "Maria Magdalena" (im Kino ab 15. März) die Jesusgeschichte aus feministischer Perspektive. Und muss dabei den Vergleich mit den großen Vorbildern Pasolini, Scorsese oder Mel Gibson nicht scheuen. Joaquin Phoenix als Jesus wäre ein Oscar-Kandidat – wenn der Film nicht ausgerechnet in den Strudel des Missbrauchs-Skandals um Hollywood-Produzent Harvey Weinstein geraten wäre.
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Nürnberger Suchtberatung

Die Nürnberger Suchthilfeberaterin Cornelia Schmidt bei der Arbeit. Die Pädagogin berät am Nürnberger Suchthilfezentrum vorwiegend Frauen.
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Wenn aus dem vermeintlich kultivierten Glas Wein am Abend »zum Runterkommen« oder einer vor rübergehenden Schlafmittel-Einnahme in Stressphasen Gewohnheit wird, dann kommen immer mehr Frauen in den Sog einer Abhängigkeit. Und die ist lautlos, aber weniger »gesellschaftsfähig« als bei Männern. Häufig trifft dies progressive, gebildete und durchaus erfolgreiche Frauen, die unter ihrer Doppel- und Dreifachbelastung einfach nicht mehr »ohne« abschalten können. Zum Internationalen Tag der Frauen richtet die Stadtmission in Nürnberg den Fokus auf diese Frauen. Eine packt erstmals aus.
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Flüchtlinge

Bild aus der GU für Frauen in Kattenhochstatt
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Sie waren auf der Flucht. Manchmal vor ihren Männern, die sie in der Heimat prostituieren wollten oder sie und die Kinder geschlagen haben. Manchmal aber auch mit ihren Männern und der Familie, wegen dem Krieg. In Deutschland angekommen, verabschiedete sich der Gatte dann. Ohne Schutz in einer Gemeinschaftsunterkunft (GU) bedeutet das für manche Frau den Beginn eines neuen Martyriums. Gut, dass es seit wenigen Wochen das Haus Noomi gibt. Wohl einzigartig in Franken.
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Michaela Wachsmuth

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Ein »gut bestelltes Haus« wollte Isolde Heine-Wirkner, geschäftsführende Vorständin des FrauenWerk Stein, ihrer Nachfolgerin Michaela Wachsmuth hinterlassen, als sie zum 30. November in den Ruhestand ging. Und eigentlich hat die Juristin das auch geschafft. Wäre da nicht das »Ei«, das die bayerische Landeskirche der Einrichtung vor wenigen Wochen gelegt hat: Die seit Jahren in Stein angesiedelte Fachstelle für Frauenarbeit soll der Bildungsstätte entzogen werden. Doch für die Frauen kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken.
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Frauenstudientag Neuendettelsau

Margaret Obaga (Mitte) an einem Infostand von Mission EineWelt.
Frauen mit Migrationshintergrund sind offenbar besonders häufig von Gewalt betroffen. Deshalb beschäftigte sich in Neuendettelsau ein Frauenstudientag mit Gewalt in Afrika und Deutschland. Die Studienleiterin im Referat Mission Interkulturell bei Mission EineWelt, Margaret Obaga, erklärt, weshalb Gewalt gegen Frauen zwar ein globales Problem ist, Migrantinnen aber auch in Mitteleuropa häufiger als andere Frauen davon betroffen sind.
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Kirche in Bayern

Eine Frau im schwarzen Talar mit weissem Beffchen bekleidet, die in der Kirche predigt: In der evangelischen Kirche ist das ein gewohntes Bild. Dass Frauen Pfarrerinnen werden dürfen ist aber erst seit 1975 in der bayerischen Landeskirche möglich. Und es war ein ganz schön steiniger Weg bis dahin, sagen Pfarrerinnen der ersten Generationen wie Helga Kern aus Nürnberg. Ein Filmbeitrag von Simona Hanselmann-Rudolph
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