Migration

Interview

Dieter Nuhr - Wenn man keine Ahnung hat: einfach mal Fresse halten.
Autor
Kabarettist Dieter Nuhr hat ein neues Buch geschrieben, das auf den ersten Blick eigentlich nichts zum Lachen, sondern ein "Leitfaden für das Überleben in hysterischen Zeiten" sein soll. Wer aber den 59-Jährigen kennt, weiß, dass sich in seine Alltagsbetrachtungen regelmäßig kritische Töne und Appelle an die "Vernunft" mischen. Warum "Gut für dich!" ein Herzensanliegen des aus Nordrhein-Westfalen stammenden Künstlers ist, verrät er im Interview.

Hertie-Stiftung

Lighthouse mobil
Das "Lighthouse mobil", ein dreirädriger Info-Wagen aus München, ist für den bundesweiten Integrationspreis 2019 der Hertie-Stiftung nominiert. Um den Preis zu gewinnen, müssen die Projekt-Initiatoren der Inneren Mission München und des Vereins Lichterkette einiges tun - und ihnen bleibt nur wenig Zeit.

Antisemitismus

Kampf um Respekt: In den Straßen Wedding wurde er als Jude verprügelt, muslimische Freunde wie Şahin (rechts) hatte Arye (links) nur wenige.
Persisch ist er, deutsch und israelisch. Die Heimatminister dieser Welt bekommen bei so einem Schnappatmung. Die Kurzfassung seines Lebens: von der Straßengang im Berliner Wedding zum Pressesprecher der israelischen Armee. Arye Sharuz Shalicar kennt sich ganz gut damit aus, zwischen allen Stühlen zu sitzen. Sein jüngstes Buch "Der neu-deutsche Antisemit" ist eine Abrechnung mit dem aufflammenden Antisemitismus in Deutschland – knapp 75 Jahre nach dem Ende des Holocaust.

Abschiedsgottesdienst in Augsburg

Regionalbischof Michael Grabow (li.), Stadtdekanin Susanne Kasch und Pfarrer Frank Kreiselmeier bei der Segnung des Grundsteins für das »Ulrichseck«.
Augsburgs evangelischer Regionalbischof Michael Grabow forderte in seinem Abschiedsgottesdienst Christen dazu auf, dem Hass und der Fremdenfeindlichkeit in der Gesellschaft die Hoffnung der christlichen Botschaft auf die Ankunft Gottes entgegen zu setzen. "Wir brauchen den Mut, Hoffnungsbilder konkret zu machen".

Asyl in Zirndorf

In der ZAE Zirndorf: Kreativstunde für die Kinder mit der Künstlerin Sabine Schwarz aus Roßtal
Autor
Weit weg von zu Hause, auf beschwerlichen Wegen nach Deutschland gekommen, schreckliche Bilder im Kopf und Angst im Rücken: Es sind vor allem die Kinder, die in den Zentralen Aufnahmeeinrichtungen (ZAE) für Flüchtlinge Schutz und Halt brauchen. So auch in Zirndorf. Haupt- und Ehrenamtliche sorgen hier für Schule, Betreuung und Zerstreuung. Doch gerade weil seit einigen Monaten weitaus weniger Kinder in der ZAE ankommen, stehen einige Angebote auf der Kippe. Der Bedarf ist nach wie vor da, es fehlen aber wie so oft die Mittel. Und ob sich an diesem Zustand etwas ändert, wenn die Zirndorfer Einrichtung in wenigen Wochen zu einem von sieben sogenannten Ankerzentren in Bayern wird, ist ebenso fraglich.

"Franziskus - Ein Mann seines Wortes"

»Ein Mann seines Wortes«: Wim Wenders lässt in seinem Film Papst Franziskus direkt zu den Zuschauern sprechen.
Genau fünf Jahre ist Papst Franziskus im Amt. Der erste Papst, der seinen Namen nach Franz von Assisi wählte, ist dabei, seine Kirche auf den Kopf zu stellen. Oder auf die Füße. Kino-Altmeister Wim Wenders, ein bekennender Protestant, hat ihm seinen neuesten Film gewidmet: Am 14. Juni kommt "Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes" in die Kinos.