München (epd). Für ihre innovative Instandsetzung sind sechs Baudenkmäler mit dem Bayerischen Denkmalpflegepreis 2026 ausgezeichnet worden. Sieger bei den öffentlichen Bauwerken seien die Bronzeplastik Internationales Mahnmal der KZ-Gedenkstätte Dachau, die Shedhalle des Städtischen Berufsschulzentrums für das Bau- und Kunsthandwerk in München sowie die Pfarrkirche Zwölf Apostel in Augsburg, teilte das Landesamt für Denkmalpflege in einer Pressemitteilung mit. Norbert Gebbeken, Präsident der Bayerischen Ingenieurskammer Bau, überreichte die Preise zusammen mit Staatskanzlei-Chef Florian Herrmann (CSU) am Donnerstagabend.

Baudenkmäler benötigten aufgrund ihrer Einmaligkeit behutsame Methoden beim Erhalt, sagte Gebbeken laut Mitteilung. "Hierfür gibt es keine Standardlösungen", gerade das mache den Reiz der Ingenieurbaukunst aus. Der Denkmalpflegepreis würdige nicht nur Ergebnisse, "sondern vor allem die Menschen, die mit Leidenschaft, Fachwissen und Ausdauer Verantwortung für unser bauliches Erbe übernehmen", ergänzte Generalkonservator Mathias Pfeil.

59 Bauwerke eingereicht

In der Kategorie "private Denkmäler" wurden den Angaben zufolge die Brücke des Schlosses Greifenberg, die Restaurierung und Wiederinbetriebnahme zweier historischer Personenaufzüge in München und das Hudlerhaus in Moosburg ausgezeichnet. Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau hat den Preis zum zehnten Mal gemeinsam mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege vergeben. Der Jury lagen 59 Bauwerke zur Prüfung vor.