München (epd). Mehr echte Beteiligung von Kindern an Schulen, im Ganztag und in ihrem Lebensumfeld fordert der Bayerische Jugendring (BJR) zum Weltkindertag am Sonntag (20.09.). Kinder und Jugendliche seien Experten ihres eigenen Alltags, teilte BJR-Präsident Philipp Seitz am Freitag in München mit: "Sie wissen, was sie belastet, was ihnen beim Lernen hilft und was sie brauchen, um sich wohlzufühlen und gut aufzuwachsen."

Der BJR forderte, Kinder bei Entscheidungen, die ihren Alltag betreffen, verbindlich zu beteiligen. Schule, Ganztag, Spielplätze, Freizeitangebote, Mobilität oder die Gestaltung des eigenen Wohnortes: Kinder und Jugendliche müssten "frühzeitig, verständlich und auf Augenhöhe" einbezogen werden, hieß es. Dabei müsse es echte Gestaltungsspielräume statt symbolischer Beteiligungsformate geben wie auch die Möglichkeit nachzuvollziehen, was aus ihren Anliegen geworden ist.

Außerschulische Jugendarbeit stärken

Zudem gelte es, außerschulische Jugendarbeit als Bildungs- und Beteiligungsort zu stärken, forderte der BJR. Jugendarbeit biete Kindern und Jugendlichen Räume, in denen sie Selbstwirksamkeit erfahren, Verantwortung übernehmen und demokratisches Handeln praktisch erleben.

Der Weltkindertag erinnert laut BJR daran, dass Kinder eigene Rechte haben und Erwachsene die Verantwortung tragen, diese Rechte im Alltag umzusetzen. Beteiligung gehöre auch zu einem guten Aufwachsen und Lernen.