Augsburg (epd). Der Augsburger katholische Bischof Bertram Meier ist vom Interkulturellen Dialogzentrum (Idizem) mit dem "Dialogpreis 2026" ausgezeichnet worden. Damit würdige der muslimisch geprägte Verein aus München "das langjährige Engagement des Bischofs für den ökumenischen und interreligiösen Dialog", zitierte das Bistum Augsburg am Freitag aus der Laudatio. Gewürdigt worden sei auch Meiers "Einsatz für Verständigung, Frieden und ein respektvolles Zusammenleben der Religionen".

Die Laudatio hielt der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Bayern, Archimandrit Georgios Siomos. Bischof Meier setze sich seit vielen Jahren "mit großer persönlicher Überzeugung" für die Begegnung und Verständigung zwischen Menschen unterschiedlichen Glaubens ein: "Sein Wirken ist geprägt von der Überzeugung, dass die Verwurzelung im eigenen Glauben und die Offenheit gegenüber anderen religiösen Traditionen keine Gegensätze darstellen, sondern eine wichtige Grundlage für einen aufrichtigen und respektvollen Dialog bilden", sagte Siomos.

Arbeitshilfe zu christlich-muslimischen Beziehungen

Besondere Verdienste habe sich Meier um die christlich-muslimische Verständigung erworben. Als Beispiel nannte Siomos die im Februar von der Deutschen Bischofskonferenz veröffentlichte Arbeitshilfe "Christlich-muslimische Beziehungen in Deutschland", deren Entstehung Bischof Meier in leitender kirchlicher Verantwortung begleitet habe. Die Broschüre vermittle ein differenziertes Bild muslimischen Lebens in Deutschland und biete wichtige Orientierung für das christlich-muslimische Zusammenleben.

Der Idizem-Dialogpreis wird seit 2006 alle zwei Jahre bei einem Festakt im Münchner Künstlerhaus verliehen. Bisherige Preisträger waren unter anderem die BMW Group, Peter Beer, Uschi Glas, Alois Glück, Heribert Prantl und Christian Ude.