Hof, Bayreuth (epd). Als "Brückenbauer" hat den verstorbenen ehemaligen Hofer Dekan Rudolf Weiß die Bayreuther Regionalbischöfin Berthild Sachs gewürdigt. Weiß war von 1992 bis 2004 Dekan des evangelischen Dekanatsbezirkes Hof und zugleich geschäftsführender Pfarrer an der dortigen St. Michaeliskirche. Er verstarb am 27. Oktober im Alter von 86 Jahren, wie die Regionalbischöfin am Freitag mitteilte.
Als Hofer Dekan war Weiß auch Stellvertreter des oberfränkischen Regionalbischofs und Mitglied der bayerischen evangelischen Landessynode, in deren Organisationsausschuss er den Vorsitz innehatte. Zuvor war der gebürtige Mittelfranke Pfarrer in Brunnenreuth und Erlangen sowie von 1985 bis 1992 Dekan in Donauwörth.
Engagement für die euregionalen Kirchentage
Weiß sei als "Brückenbauer" von vielen hochgeschätzt worden, würdigte Sachs sein Wirken im Kirchenkreis Bayreuth. Lange Jahre habe er den drittgrößten Dekanatsbezirk der Landeskirche geleitet und in verantwortungsvoller Funktion in der Landessynode mitgewirkt. Zudem habe er sich besonders für die euregionalen Kirchentage engagiert, zu denen Christen aus Oberfranken, Sachsen, Thüringen und Westböhmen zusammenkamen und miteinander feierten. Auch für die Hofer Kirchenpartnerschaft mit der sächsischen Nachbarstadt Plauen habe er sich eingesetzt.
Seit seiner Ordination am 21. Juli 1968 in seiner Heimatgemeinde Marktbergel habe Weiß sein Leben in den Dienst der öffentlichen Verkündigung des Evangeliums gestellt, sagte Sachs: "Wir sind Rudolf Weiß von Herzen dankbar."