Bonn, Berlin, München (epd). Bobin Kim gewinnt den siebten Deutschen Preis für Chordirigieren und zugleich den Publikumspreis. Kim, die stellvertretende Chordirektorin an der Bayerischen Staatsoper in München ist, setzte sich beim Deutschen Preis für Chordirigieren unter drei Finalisten in Berlin durch, wie der Deutsche Musikrat am Sonntag in Bonn mitteilte. Kim habe mit ihrer herausragenden Dirigiertechnik dem Chor eine Vielzahl an Klangfarben entlockt, würdigte die Jury. "Gleichzeitig verströmt sie durch ihre große innere Ruhe eine erstaunliche Kraft und Energie, mit der sie eine starke Verbindung zum Chor aufbauen und ihre Vorstellungen durchzusetzen vermag."

Vergeben wird der Preis vom Forum Dirigieren, einem Projekt des Deutschen Musikrats, und dem RIAS Kammerchor Berlin. Gestiftet wird das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro von der Deutschen Musik- und Orchestervereinigung unisono und der Vereinigung deutscher Opern- und Tanzensembles. Zusätzlich erhält die Preisträgerin Engagements beim RIAS Kammerchor Berlin, beim SWR Vokalensemble, beim WDR Rundfunkchor sowie beim MDR-Rundfunkchor. Den Publikumspreis in Höhe von 500 Euro vergab die Ursula-Lübbe-Stiftung ebenfalls an Bobin Kim.

Kim ist seit der Spielzeit 2026/27 stellvertretende Chordirektorin an der Bayerischen Staatsoper. Zuvor war sie seit der Spielzeit 2024/25 als Assistentin und Chorrepetitorin an der Semperoper Dresden tätig. 2023 wurde sie beim internationalen Dirigierwettbewerb für Chordirigenten in Marktoberdorf mit dem Ersten Preis ausgezeichnet. Seit 2022 ist sie Stipendiatin des Förderprogramms Forum Dirigieren und wurde 2024 in die Konzertförderung des Deutschen Musikrats aufgenommen.