Nürnberg (epd). Die Diakonie Bayern begrüßt, dass die Flüchtlings- und Integrationsberatung im Freistaat fortgeführt werden soll. Die Beratung "hilft Menschen dabei, ihren Platz in unserer Gesellschaft zu finden, und stärkt zugleich den Zusammenhalt vor Ort", sagte Diakoniepräsidentin Sabine Weingärtner am Freitag in Nürnberg. Der Bedarf sei nach wie vor groß, und es sei "ein wichtiges Signal", dass die Staatsregierung die Beratung auch angesichts knapper Kassen weiter fördern wolle. Jedoch gelte es, die Beratungsstrukturen "bestmöglich zu sichern".

Die derzeit diskutierten Regelungen der neuen Bayerischen Beratungs- und Integrationsrichtlinie würden voraussichtlich Anpassungen in den Strukturen erfordern. Dies werde die Flüchtlings- und Integrationsberatung vor große Herausforderungen stellen, so Weingärtner. Welche Auswirkungen es auf Standorte und Träger haben wird, sei Gegenstand laufender Abstimmungen zwischen Innenministerium und Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege. Sicher sei, dass die Beratungsangebote nicht im bisherigen Umfang erhalten bleiben.

Ziel der Diakonie: die Beratungsangebote zu erhalten

Innenministerium und Fachabteilungen hätten sich "mit großem Engagement dafür eingesetzt", die Förderung auch unter schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen bestmöglich fortzuführen, sagte Weingärtner. Dennoch stehe für die Diakonie Bayern ein Ziel im Mittelpunkt: die Beratungsangebote im städtischen wie auch im ländlichen Raum möglichst zu erhalten.

"Menschen mit Flucht- und Zuwanderungsgeschichte brauchen wohnortnahe Unterstützung", so die Präsidentin. Zudem benötigten die Mitarbeitenden Rahmenbedingungen, die eine gute Beratung ermöglichen. Aus Sicht der Diakonie sollte bei der Ausgestaltung der Förderprogramme stärker berücksichtigt werden, dass Integration ein langfristiger Prozess sei.