Kaufbeuren (epd). Geflüchteten in der polnisch-belarussischen Grenzregion hilft die Hilfsorganisation humedica. Man helfe Menschen, die zwischen Polen und Belarus festsäßen, teilte der Kaufbeurer Verein am Mittwoch mit. Er will zunächst Winterschuhe, warme Jacken und Wolldecken zur Verfügung stellen. "Die Lage ist unübersichtlich und der Zugang für humanitäre Hilfe schwierig," sagte Katharina Möller, die bei humedica für Not- und Katastrophenhilfe zuständig ist. Einige freiwillige Helfer des lokalen Partners dürften erst seit wenigen Tagen in die Sperrzone, um die Menschen dort zu behandeln. Meist ginge es um Erkältungen oder die Versorgung von Wunden und die Verteilung von Kleidung.

"Derzeit erhalten Hilfsorganisationen nahezu keinen Zugang in das Grenzgebiet, in dem viele Geflüchtete ausharren", erklärte Möller. Man beobachte die Situation vor Ort aber genau und plane weitere Hilfsmaßnahmen, sobald diese möglich seien. Die Situation der Geflüchteten, die aus dem Irak, Afghanistan oder Syrien kämen, sei dramatisch. Experten würden von einer humanitären Ausnahmesituation sprechen.