Landshut (epd). Seit fünf Jahren steht der Krisendienst Psychiatrie Niederbayern Menschen in psychischen Ausnahmesituationen zur Seite. Die Zahlen sprechen für einen Erfolg, teilte der Bezirk Niederbayern am Montag mit: Im Jahr 2021 habe die niederbayerische Leitstelle 5.000 Gespräche geführt. Im Jahr 2025 seien es bereits 12.500 Telefonate gewesen, "bei denen die Mitarbeitenden zuhörten, einordneten und gemeinsam mit den Anrufenden erste Lösungsansätze erarbeiteten". Der Krisendienst richtet sich auch an Angehörige.

Bayernweit waren es demnach 2021 rund 60.000 Telefonate und im vergangenen Jahr schon 109.000. "Jeder Dritte ist im Laufe seines Lebens betroffen", sagte der niederbayerische Bezirkstagspräsident Olaf Heinrich (CSU) laut Mitteilung. Entsprechend wichtig seien schnelle, niederschwellige Hilfen und eine Erreichbarkeit rund um die Uhr.

Mobile Einsatzteams kommen persönlich vorbei

20 Fachkräfte, darunter Sozialpädagogen, Psychologen und Fachpfleger, arbeiten laut Mitteilung in der Leitstelle am Bezirkskrankenhaus Landshut. Ergänzt werde die Telefonleitstelle durch mobile Einsatzteams, die Hilfesuchende in besonderen Fällen auch persönlich aufsuchen.

Die Krisendienste Bayern sind für alle verfügbar, die in Bayern leben. Die Beratungen werden zudem mithilfe von Dolmetscherdiensten in über 120 Fremdsprachen angeboten und sind über Gebärdensprache auch für gehörlose Menschen möglich. Erreichbar ist der Krisendienst unter der bayernweit einheitlichen Telefonnummer 0800/655 3000, rund um die Uhr und an 365 Tagen im Jahr.