Wiesbaden, Nürnberg (epd). Lebkuchen gehören zwar für viele Menschen zu Advent und Weihnachten wie "Stille Nacht" und Tannenbaum, doch die Produktion des saisonalen Gebäcks geht zurück. 2025 wurden in Deutschland gut 72.800 Tonnen Lebkuchen produziert, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden bekanntgab. Das seien zehn Prozent weniger als ein Jahr zuvor und der niedrigste Wert der vergangenen sieben Jahre.
Damit die Waren rechtzeitig in den Handel gelangten, steigerten die Lebkuchen-Hersteller ihre Produktion bereits im dritten Quartal, hieß es. So entfiel 2025 mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Produktion auf die Monate Juli bis September.
Ausfuhren vor allem in europäische Länder
Knapp 20.000 Tonnen des Gebäcks exportierten die heimischen Betriebe ins Ausland. Hauptabnehmerländer seien vor allem europäische Staaten wie Österreich, Polen und Frankreich. Außerhalb Europas gingen deutsche Lebkuchen vor allem in die USA, nach Australien und Brasilien. Auch in umgekehrter Richtung funktioniert der Handel: Deutschland importierte laut der Statistik 2025 gut 10.000 Tonnen Lebkuchen, vor allem aus Polen, Italien und der Ukraine.
Die Lebkuchenproduktion in Deutschland konzentriert sich vor allem auf Bayern: Mehr als 70 Prozent aller im Jahr 2024 in Deutschland industriell hergestellten Lebkuchen stammten laut dem Bayerischen Landesamt für Statistik aus Betrieben im Freistaat. Der bayerische Produktionsanteil bei Lebkuchen liegt seit 2012 durchgängig bei mehr als 50 Prozent der bundesweiten Produktion. Eine der Lebkuchen-Hochburgen ist Nürnberg.