München (epd). Jugendliche im Netz nicht alleine zu lassen ist das Ziel des 2021 gestarteten Projekts "Digital Streetwork Bayern". Seitdem haben 14 hauptamtliche digitale Streetworker mehr als 30.000 jungen Menschen mit emotionalen Krisen, Einsamkeit oder Zukunftsängsten online geholfen, heißt es in einer Mitteilung des bayerischen Familienministeriums vom Mittwoch. In 720 Fällen seien die Jugendlichen an spezialisierte Fachstellen vermittelt worden. Bayerns Jugendministerin Ulrike Scharf (CSU) zufolge sind anonyme Beratungsangebote wie dieses im Jahr 2026 unverzichtbar: "Wir helfen jungen Menschen dort, wo sie sich aufhalten: bei Instagram, Snapchat, Telegram und Co."
Koordiniert werde das Projekt vom Bayerischen Jugendring (BJR) unter fachlicher Begleitung des JFF-Instituts für Medienpädagogik in Forschung und Praxis. "Mit einem niedrigschwelligen Zugang ermöglicht Digital Streetwork professionelle Beziehungsarbeit im digitalen Raum und ergänzt bestehende Hilfestrukturen dort, wo klassische Beratungsangebote nicht immer greifen", sagte BJR-Präsident Philipp Seitz. "Digital Streetwork" ist Teil des Bayerischen Aktionsplans Jugend und wird jährlich mit rund 1,7 Millionen Euro gefördert.