München (epd). Eine der wichtigsten Amtshandlungen eines Münchner Oberbürgermeisters ist das Anzapfen zum Start des Oktoberfestes. Auch Dominik Krause (Grüne) hat für seine Premiere geübt: "Da hat schon mal alles gut funktioniert, durchgängig zwei Schläge", sagte Krause am Donnerstag dem Radiosender Bayern 2. Trotzdem zeigt er sich bescheiden: "Ich vergleiche das immer ganz gerne mit Fußball. Da ist es auch ein Unterschied, ob man im Training Elfmeterschießen macht oder wenn ein paar Millionen Menschen zuschauen im WM-Finale."
Auch mit seinen Amtsvorgängern, etwa Christian Ude (SPD, OB von 1993-2014), habe er schon gesprochen, sagte Krause. Der habe bei seiner Premiere vier Schläge gebraucht. "Entweder es klappt alles oder man ist in aller Munde", sagte Krause. Die erste Maß bekommt traditionell der bayerische Ministerpräsident. Mit Markus Söder (CSU) stehe der Grünen-OB derzeit in "einem sehr engen Austausch" wegen der Münchner Olympiabewerbung. Die Entscheidung, wer deutscher Olympia-Bewerber für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 wird, fällt am mittleren Wiesn-Wochenende (26. September).
Oktoberfest geht auf Hochzeit mit evangelischer Prinzessin zurück
Das 191. Oktoberfest dauert vom 19. September bis 4. Oktober. Die "Wiesn" gilt als größtes Volksfest der Welt: 2025 waren rund 6,5 Millionen Menschen zu Gast. Es geht auf die mehrtägige Hochzeitsfeier des bayerischen Königs Ludwig I. mit der evangelischen Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen im Oktober 1810 zurück.