Nürnberg (epd). Der Evangelische Campus Nürnberg (ECN) bekommt im Schlussspurt der Bauphase einen neuen Geschäftsführer. Stefan Ark Nitsche übernehme die Aufgabe von Günter Weissteiner, der die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) zum 15. November verlasse, wie die Landeskirche am Dienstag mitteilte. Nach aktuellem Stand würden trotz des personellen Wechsels sowohl Zeitplan als auch Budget des Projekts eingehalten.

Ursprünglich sollte der Betrieb des ECN im Oktober 2026 starten. Aufgrund von Verzögerungen unter anderem beim Brandschutz musste der Termin verschoben werden. Aktuell sei geplant, dass die Beruflichen Schulen der Rummelsberger Diakonie am 19. Oktober einziehen und am 9. November ihren Schulbetrieb starten, erklärte die Landeskirche. Noch vor dem Jahreswechsel folge die Bildungseinrichtung "Wirkstatt evangelisch". Die Evangelische Hochschule nehme ihre Arbeit am Campus zum Sommersemester ab 15. März 2027 auf. Dann sollen alle Baumaßnahmen beendet sein.

Größtes Bauprojekt der Landeskirche

Für die letzten Monate führe Stefan Ark Nitsche die bestehende Projektorganisation fort, so die Sprecherin. Der frühere Nürnberger Regionalbischof war bislang Vorsitzender des Projektlenkungsausschusses für das größte Bauprojekt der Landeskirche der vergangenen 100 Jahre. Für den Evangelischen Campus hatte die Landeskirche 2017 für rund 49 Millionen Euro die ehemalige Oberpostdirektion in Nürnberg gekauft. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 221 Millionen Euro. Auf 25.000 Quadratmetern sollen rund 15 kirchliche Einrichtungen einziehen sowie externe Mieter. Geplant ist zudem, das ECN zum Tagungsort für eine der zwei jährlichen Sitzungswochen der Landessynode zu machen.