Neuendettelsau, Karlsruhe (epd). In 20 Jahren hat sie mehr als 70 nationale und internationale Projekte gefördert: Seit ihrer Gründung im Jahr 2006 setzt sich die Stiftung Gratia für Frauen und Mädchen ein, die Unterstützung, Schutz und neue Perspektiven brauchen. Die Jubiläumsveranstaltung unter der Schirmherrschaft von Landesbischöfin Heike Springhart findet an diesem Freitag in Karlsruhe statt.

Dort wird auch der mit 2.000 Euro dotierte Marie‑von‑Marschall‑Preis an die bayerische Pfarrerin Uta Schmidt verliehen. Die Professorin für Feministische Theologie und Gender Studies in Neuendettelsau habe sich um eine verständliche Vermittlung theologischer Inhalte verdient gemacht, so die Mitteilung. Sie trage dazu bei, feministische Theologie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und wichtige Impulse für Kirche und Gesellschaft zu setzen.

Bischöfin: Stiftung eröffnet Persektiven für Frauen in Not

Bischöfin Springhart würdigte die Arbeit der Stiftung: "Mädchen und Frauen bekommen in schwierigen Lebenssituationen neue Perspektiven geschenkt und spüren, dass sie nicht allein sind." Die Stiftung der Evangelischen Frauen in Baden fördert den Angaben zufolge Angebote für Frauen, die von Arbeits- oder Wohnungslosigkeit betroffen sind, sexualisierte Gewalt erfahren haben, mit Suchterkrankungen leben oder mit einer Behinderung ihren Alltag gestalten.