1. Juni 2021
Internationaler Kindertag

Diakonie: Kinder dürfen nicht die Verlierer der Pandemie werden

Zum Internationalen Kindertag am 1. Juni macht die Diakonie auf die Situation von Kindern und Jugendlichen in der Corona-Pandemie aufmerksam. Sie seien von den Einschränkungen in mehrfacher Weise betroffen, kritisiert die Vorständin Maria Loheide.
Kinderhände

Kinder und Jugendliche brauchen nach der Überzeugung der Diakonie dringend mehr Unterstützung, damit sie nicht zu den Verlierern der Corona-Pandemie werden. Insbesondere jene aus sozial benachteiligten Verhältnissen litten am meisten unter den coronabedingten Einschränkungen, teilte der evangelische Sozialverband in Berlin mit.

Diakonie fordert Stärkung der Rechte von Kindern und Jugendlichen

Zum Internationalen Kindertag am 1. Juni plädiert die Diakonie dafür, die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu stärken und ihre Perspektiven in alle politischen Entscheidungsprozesse zur Pandemiebewältigung einzubeziehen.

Maria Loheide, Vorständin Sozialpolitik der Diakonie Deutschland, sagte, Kinder und Jugendliche seien durch die Pandemie gleich in mehrfacher Weise betroffen. "Kinder waren, so zeigt es die polizeiliche Kriminalstatistik 2020, häufiger häuslicher Gewalt ausgesetzt."

Angebote der Kinder- und Jugendhilfe sollen gestärkt werden

Insbesondere Kinder aus ärmeren Verhältnissen würden nach wie vor um ihre Bildungschancen gebracht, sagte Loheide. "Aber auch auf Spiel und altersgemäße Freizeitbeschäftigung mussten Kinder und Jugendliche weitgehend verzichten, weil Abenteuerspielplätze oder Freizeiteinrichtungen geschlossen sind."

Damit Kinder und Jugendliche sich von den Folgen der Corona-Pandemie erholen, Defizite in der Bildung und der sozialen Entwicklung aufholen könnten, müssten die Angebote der Kinder- und Jugendhilfe in den nächsten Jahren von Bund, Ländern und Kommunen gestärkt werden. Das betreffe die Angebote und Hilfen der Kindertagesbetreuung, Familienberatung und Familienerholung, Kinder- und Jugendarbeit sowie Jugendsozialarbeit.

Ihre Finanzierung müsse ausreichend gesichert sein und dürfe nicht den Sparplänen der Kommunen zum Opfer fallen. "Die Politik wird sich daran messen lassen müssen, wie es gelingt, Kinder und Jugendliche nachhaltig zu fördern", fügte Loheide hinzu.

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